Jobvermittlung des Studentenwerks in der Goethestraße 6 (Freitreppe neben dem Haupteingang)

Arbeiten als Student in Leipzig: Tipps (nicht nur) für Erstis

Ohne Moos nix los

08.10.2015

Aktualisiert von Sebastian Bauer im Oktober 2015

 

Miete, Lebensmittel, Bücher, Kleidung und Freizeitaktivitäten ... Obwohl die Lebenshaltungskosten für Leipziger Studenten im bundesweiten Vergleich eher niedriger ausfallen, müssen sie dennoch monatliche Kosten im Schnitt von 600 bis 700€ stemmen! Mittlerweile tragen bei Vielen die Eltern und Familien zur Finanzierung des „Uni-Lebens“ bei. Als klassische Form der Unterstützung fungiert der staatliche Zuschuss (BAföG). Eher exklusiver bleiben Stipendium, Studienkredit oder Bildungsfond. Wenn allerdings trotz dieser Hilfen am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist, dann könnte ein Nebenjob für euch die Lösung sein. In Leipzig finden sich zahlreiche Verdienstmöglichkeiten, die ihr problemlos mit eurem Studium verbinden könnt. Ob als Kellner, HiWi oder Komparse beim Film – die Bandbreite ist genauso groß wie die Summe, die ihr verdienen könnt. Doch gilt es dabei, Einiges zu beachten.

 

 

Kellnern als Studentenjob kann lukrativ sein
Nach wie vor beliebt: das Kellnern. Je nach Arbeitsort kann dabei sogar ein gutes Trinkgeld rausspringen.

Seid ihr arbeitswillig und wollt euch etwas Geld dazu verdienen, dann ist das Studentenwerk eine gute und erfolgversprechende Anlaufstelle. Über 10.700 Jobs wurden dort im vergangenen Jahr vermittelt. Für das Jahr 2015 wird die Zahl sogar höher ausfallen. „Viele Studenten kommen regelmäßig zu uns“, erzählt Susann Pianski-Lehmann von der Jobvermittlung (Goethestraße 6 / Freitreppe neben dem Haupteingang). Das liegt daran, dass viele Tagesjobs wie Umzugs-, Inventur- oder Messehelfer in der Kartei des Studentenwerks angeboten werden. Aber auch langfristige Arbeitseinsätze warten auf die Bewerber. Zu den beliebtesten Nebenjobs unter den Leipziger Studenten gehören Service-Arbeiten in der Gastronomie, die Tätigkeit als Nachhilfelehrer, Kassierer, Babysitter oder Telefonist.

 

Das Studentenwerk als Vermittler – Neues Bewerbungsverfahren geplant 

 

Jobvermittlung des Studentenwerks in der Goethestraße 6 (Freitreppe neben dem Haupteingang)
Die Jobvermittlung liegt etwas abseits des Haupteingangs des Studentenwerks.

Auf der Homepage des Studentenwerks findet ihr täglich bis zu 20 neue Angebote. Diese werden stetig gepflegt – das heißt, dass sie sich bis zu drei Wochen in der Datenbank befinden. „Also lohnt sich oftmals auch ein Blick über die ersten zwei bis drei Seiten hinaus“, betont Pianski-Lehmann. Interessiert euch eine Stelle, so war es bisher erforderlich, für jede einzelne Jobofferte persönlich im Büro vorzusprechen und die Immatrikulationsbescheinigung sowie den Personalausweis mitzubringen. Dieser Schritt soll nun allerdings erleichtert werden. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Testphase plant das Studentenwerk, ab dem Wintersemester 2015/16 ein stärker onlineorientiertes Bewerbungsverfahren zu etablieren. Die dezentrale Bewerbung übers Internet soll die mitunter langen Warteschlangen im Büro verkürzen und den Studenten Zeit wie auch Nerven sparen. Für die Beratung über die Jobeignung und die abschließende Übergabe der Kontaktdaten des Arbeitgebers bleibt ein persönliches Erscheinen im Büro aber weiterhin unerlässlich. Das Studentenwerk dient hierbei lediglich als Vermittler. Die Studenten sind für die Organisation selber verantwortlich.

 

Breites Spektrum von Angeboten und Entlohnung 

  

Nachhilfe wird oft recht gut bezahlt
Bei der Nachhilfe wird man nicht nur recht gut entlohnt. Im besten Fall hilft man den Kindern und verbessert dabei seine pädagogischen Fähigkeiten.

Auch ohne spezielle Qualifikationen habt ihr gute Chancen, beim Studentenwerk fündig zu werden. Für Anstellungen in Büros, Callcentern oder als Promoter/Flyer-Verteiler braucht ihr nichts weiter als ein gepflegtes Äußeres, Computerkenntnisse und angemessene Umgangsformen – Voraussetzungen, die die meisten Studenten erfüllen. Für einige Aufgaben ist allerdings nicht jeder geschaffen, erzählt die Jobvermittlerin. „Ab und zu haben wir auch außergewöhnliche Anfragen in unserer Kartei, zum Beispiel Haustier-Sitter oder Klinik-Clown. Die Casting-Agentur des MDR sucht auch ab und zu nach Komparsen für Filmproduktionen. Selbst politische Parteien greifen zur Wahlkampfunterstützung gerne auf Studenten zurück.“ So vielfältig die potenziellen Jobs daherkommen, so unterschiedlich ist auch deren Bezahlung. Die Verdienstspanne reicht von 8,20€ pro Stunde bei Zeitarbeitsfirmen bis zu 15€ für Nachhilfe. 

 

Studienfach-relevante Nebenjobs: Eine unschlagbare Kombination 

 

Enger Kontakt zum Professor kann diverse Vorteile bringen.
Die Arbeit als studentische Hilfskraft (HiWi) hat nicht nur finanzielle Vorteile.

Eine nutzbringende Verbindung von Studium und Nebenjob könnt ihr als studentische Hilfskraft, auch HiWi genannt, oder als Werksstudent schaffen. Dabei unterstützt ihr wissenschaftliche Projekte an Forschungsinstituten oder seid die rechte Hand eines Professors. Bezahlt wird hier nach Tarif, an der Universität sind das etwa 9€ pro Stunde (ohne Abschluss), mit Bachelor-Grad sogar 10,54€. Dieser Nebenerwerb bringt euch nicht nur Geld, sondern auch nützliche Erfahrungen für das Studium und das Berufsleben, denn ihr könnt Kontakte in die Wissenschaft knüpfen.

 

 

 

Egal, wofür man sich entscheidet: Ein studentischer Nebenjob ist eine gute Möglichkeit, um die Kasse aufzubessernAußerdem sind Minijobs eine gute Übung für die Arbeitswelt – durch die Erfahrung bekommt man Selbstvertrauen und Sicherheit, gibt uns Frau Pianski-Lehmann noch mit auf den Weg.

 

Wissenswertes:

 

• Nebenjobs sind meist geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs) auf 450-Euro-Basis 

 

• Diese sind rentenversicherungspflichtig, aber ihr könnt einen Antrag auf Befreiung stellen

 

• Ihr müsst keine Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) zahlen, wenn ihr während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeitet. In der vorlesungsfreien Zeit könnt ihr mehr als 20 Stunden Arbeiten gehen, pro Jahr aber maximal 26 Wochen (182 Kalendertage)

 

BAföG-Empfänger dürfen jährlich 4.888€ (ab 2016: 5.400€) dazuverdienen, das sind maximal 407€ (ab 2016: 450€) monatlich

 

Stipendiaten dürfen bis 400€ brutto aus nichtselbständiger Tätigkeit verdienen, auf selbständiger Basis nur 324€ (sonst wird der Verdienst mit dem Stipendium verrechnet) 

 

Nützliche Links:

 

Jobportale

 

www.studentenwerk-leipzig.de/jobs

www.jobportal.uni-leipzig.de/job/index

www.dsble.de/jobs

www.htwk-leipzig.de/de/career-office

• www.minijobs.info

www.univillage.de/Studentenjobs/Leipzig/Seite-1.html

• www.Studentenjobs24.de 

www.jobmensa.de

www.jobruf.de

 

Informationen

 

www.studentenwerke.de/sites/default/files/jobben.pdf (gute Übersicht; Stand: August 2015)

www.minijob-zentrale.de/

www.hochschulteam-deutschland.de/

www.e-fellows.net/Studium/Studienfinanzierung/Geld-verdienen/

www.studentenwerke.de/de/content/jobben-0

• www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232696/publicationFile/54365/

www.studienfinanzierung.de/

E-Book: Steuertipps für Studenten



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