Ausprobiert: Pole Dance

Arschwackeln? Muss nicht sein!

30.05.2018
Autor: Anna Heinze

Den Ausdruck „Pole Dance“ assoziiert der Großteil unter uns mit Nachtleben, dunklen kleinen Räumen und halbnackten Frauen, die sich an der Stange rekeln. Doch damit hat Pole Dance rein gar nichts zu tun. Wir treffen uns mit Steffi Klemm, die uns an der Stange nicht nur alles abverlangt, sondern dabei auch die letzten Reste der immer noch existierenden Vorurteile über Bord wirft. Ursprünglich stammt Pole Dance aus dem asiatischen Raum. Stangen in Kombination mit akrobatischen Übungen gehören hier seit Jahrhunderten zur sportlichen Tradition, die im Übrigen vorerst nur von Männern ausgeführt wurde. 

 

Ausprobiert: Pole Dance
Aber zurück nach Leipzig. In der Oststraße 20 unterrichtet Steffi als Gründerin von SK-Sport und Pole-experience die kraftaufwändige Sportart. Auf unsere Frage, wie sie zum Pole Dance gekommen ist, antwortet sie lachend: „Tatsächlich war ich professionelle Volleyballerin. Durch eine verlorenen Wette mit meinen besten Freunden bin ich dann durch Zufall zum Pole Dance gekommen.“ Das alles geschah 2009. Mittlerweile nahm Steffi mehrmals an der Deutschen Meisterschaft teil und unterrichtet Anfänger, Fortgeschrittene sowie die deutsche Pole-Dance-Elite. 

 

Stangenakrobatik für jedermann - auch für Kinder

 

Wir betreten das Studio und sind zunächst überrascht von der familienfreundlichen Einrichtung und Atmosphäre. Dafür gibt es eine einfach Erklärung: Im Tanzstudio werden nicht nur Pole-Dance-Kurse für Erwachsene angeboten, auch Kinder ab 6 Jahren können sich hier für den außergewöhnlichen Sport begeistern. Außerdem finden weitere Sportkurse für Kinder und Veranstaltungen einer Rückenschule in der Einrichtung statt. Steffi führt uns in einen Raum, in dem vier Pole-Stangen auf uns warten. Die Teilnehmerzahl in den Kursen liegt bei höchstens acht Personen. Ohne viel Zeit zu verlieren geht es nach einem kleinen Aufwärmspiel an die Stange. Das Ziel ist es, mit einigen Grundübungen eine kleine Choreographie einzuüben.

 

Ausprobiert: Pole Dance
Unsere anfängliche Befürchtung, dass wir auf ganzer Linie versagen, löst sich schnell in Luft auf. Zwar sind die Drehungen und Figuren, die wir erlernen, anstrengend und teilweise etwas schmerzhaft, gleichzeitig bereitet uns Pole Dance einen unfassbaren Spaß. „Viele denken zu Beginn, dass zum Pole Dance bereits einen gewisser Grad an Sportlichkeit und Muskelkraft vorhanden sein muss. Das ist Unsinn. Man meldet sich doch auch nicht im Fitnessstudio an, weil man schon so fit ist“, erklärt uns Steffi: „Die meisten Kursteilnehmer haben einfach Lust, sich zu bewegen.“ Der krönende Abschluss der Stunde ist eindeutig die Kopfüberfigur, die wir mit Steffis Hilfe ebenfalls meistern können. Ausgelassen und gut gelaunt beenden wir unsere erste Pole-Dance-Einheit. Nicht nur der anhaltende Muskelkater und einzelne blaue Flecken lassen uns die nächsten Tage an unsere Erfahrung mit der Tanzstange zurückdenken – Pole Dance ist eindeutig ein anspruchsvoller Sport, der Ausdauer und Kraft verlangt, gleichzeitig jedoch große Freude bereitet. 

 

Falls ihr euch ebenfalls an der Stange versuchen möchtet ... Bei Polexperience zahlt ihr 169 € für 10 x 1,5 Stunden Unterricht. Bei den Anfängerkursen handelt es sich um geschlossene Gruppen, sodass sich alle auf demselben Level befinden.

 

Weitere Angebote findet ihr auf www.sk-sport.de unter „Polexperience“.



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