Blue in Leipzig

Blue: Von Jungs zu Männern

Blue-Sänger Simon Webbe im Interview

23.05.2013

Die britischen Herzschmerzler von Blue haben sich ganze zehn Jahre Zeit gelassen, um sich zu ihrem neuen Album „Roulette“ im Studio wieder einzufinden. Sänger Simon Webbe hat urbanite erzählt, warum die Band nicht miteinander befreundet ist.

 

Blue in Leipzig
Simon Webbe (1.v.r.) geht mit seinen Blue-Kollegen auf Tour
Ihr betont, dass Blue keine Boyband mehr ist, sondern eine „Menband”. Was bedeutet das?
Wir können gar keine Boyband mehr sein. Wir sind schließlich alle in den 30ern. Da passt der Begriff nun wirklich nicht mehr. Ich würde mich einfach nicht mehr als Boy bezeichnen. Ich bin schließlich auch schon Vater, die anderen in Gruppe genauso.

Auf eurer Homepage steht, dass ihr nun wisst, wie man das Spiel spielt. Was ist damit gemeint?
Das Spiel bedeutet, dass das Musikbusiness immer Risiken beinhaltet. Wenn du da mitmischst, musst du wissen, dass es ist eine Art Glücksspiel ist. Du musst immer Risiken eingehen. Jetzt mit unserem eigenen Label hat man wesentlich mehr Freiheiten und nicht mehr so einen immensen Druck. Es ist nun alles in unserer Hand. Es bedeutet, um das Business zu verstehen, musst du wissen wie man richtig spielt – deswegen heißt unser Album auch „Roulette”

Was ist der größte Unterschied mit der Band zu arbeiten als früher?
Wir kennen uns schon ewig – teilweise schon seit der Schule. Seit wir wieder zusammen sind, habe ich das Gefühl, dass wir es mehr schätzen miteinander zu arbeiten und auch den Erfolg, den wir erreichen als vielleicht damals.

Für das neue Album „Roulette“ habt ihr euer eigenes Musiklabel gegründet. Wart ihr mit eurem letzten unzufrieden?
Wir wollten einfach die Kontrolle – wenigstens mehr Kontrolle auch über unser Schicksal. Nun haben wir unser eigenes Label, wo wir selbst Entscheidungen treffen können.

Ihr hattet eine 5-jährige Pause. Was war der Grund. Hattet ihr euch satt?
Nein, nicht wirklich. Ich denke jeder von uns hat einfach mal eine Pause gebraucht. Wir hatten auch nicht geplant, ganze fünf Jahre lang getrennt zu sein. Eigentlich wollten wir nur eine Pause von 3 Monaten einlegen. Einige Monate wurden zu einem halben Jahr und ein halbes Jahr wurde zu einem Jahr und so weiter.

Seid ihr Freunde oder eher Kollegen?
Nein, wir sind keine Freunde – wir sind eher Brüder. Wir verbringen so viel Zeit miteinander. Wir kennen uns in und auswendig – wir kennen uns seit 14 Jahren.

Ihr kommt im Mai nach Leipzig. Was denkt ihr, erwartet euch nach so langer Zeit live auf der Bühne?
Wir werden mit einer tollen Band kommen. Wir freuen uns vor allem auf die Fans – denn um die geht es ja. Wir sind gespannt, wer da sein wird. Wir haben eine tolle Fanbase. Und die Range reicht von ganz jung bis zu denen, die schon vor 10 Jahren dabei waren. Wir sind eine Family-Band. Wir würden gerne Mom, Dad, Tochter und Sohn bei uns sehen. Es wäre wirklich toll, das zu sehen.

 

Blue tritt am 25. Mai live im Haus Auensee auf.



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