Vaterland ist abgebrannt, Michael Schweßinger, Buchrezension

Buchrezension: "Vaterland ist abgebrannt"

Nachgelesen: "Vaterland ist abgebrannt" von Michael Schweßinger

09.02.2014
Autor: urbanite 

"Vaterland ist abgebrannt" Michael Schweßinger über sein tiefstes Ich

Vaterland ist abgebrannt, Michael Schweßinger, Buchrezension
Vaterland ist abgebrannt

 

Der große Melancholiker, der seine Zeit zwischen den fremden Ländern immer in Leipzig verbringt, hat wieder einen Punch gelandet. Schweßingers jüngstes Buch ist ein intelligenter, intellektueller Road-Movie mit dem Gesicht im Wind. Vor allem ist es eine faszinierende Reise in Schweßingers tiefstes Ich. Er erlaubt uns, teilzuhaben an unbequemen Gedanken, lässt uns lauthals lachen, wenn der Druck der Absurdität Dasein zu groß wird und wagt sich in emotional köchelnde Wasser. Es ist ein wahrer Genuss mit Michael Schweßingers Augen Menschen kennenzulernen, die hier und heute im neoliberalen Kerker Verlierer genannt werden, die aber – jeder Einzelne – so wertvoll sind für diesen Planeten, weil sie Geschichten haben, Schmetterlingsflügelschlägen gleich. Was in „Stadtapokalypsen“ anklang, ist hier zu Meisterschaft gereift. Ein großer Literat, ein wundervoller Erzähler.

 

Vaterland ist abgebrannt
Michael Schweßinger
Kurzgeschichten
periplaneta Verlag/ subkultur
ISBN 978-3-943412-13-0
Mehr Infos gibt es hier.

 

Volly Tanner



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