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Buchrezension: "Wasserfest: Trotzenburg und die Macht der Roten Tide"

Nachgelesen: "Wasserfest: Trotzenburg und die Macht der Roten Tide" von Frank Kreisler

09.08.2014

Am 15. – 17. August 2014 findet das bereits 14. Leipziger Wasserfest statt. Neben Entenrennen, Bootsparaden und Drachenbootfestival gibt es allerdings noch andere Seiten des Festes. Wir haben für euch den Krimiroman „Wasserfest: Trotzenburg und die Macht der Roten Tide“ von Frank Kreisler gelesen, der tödliche Grüße aus der Vergangenheit verspricht.

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Eine Geschichte, die viel verspricht, jedoch nicht alles halten kann

Klappentext:

Während des Leipziger Wasserfestes taucht eine grotesk drapierte Leiche auf: Ein Schiffssegel und andere maritime Aufbauten sind auf dem Rücken befestigt. Mit rotierendem Propeller an den kalten Füßen tuckert die Leiche zwischen den geschmückten Booten umher. Kurz darauf wird eine zweite drapierte Leiche entdeckt. Hauptkommissar Heiner Trotzenburg nimmt die Verfolgung auf. Als ihm immer wieder Wasser mit dem Salzgehalt der westlichen Ostsee hier, im Herzen Sachsens, begegnet, wird Trotzenburg klar, dass jemand auf ein bestimmtes Ereignis in seiner Vergangenheit anspielt - etwas, das eigentlich nur er überlebt hat. Doch wer ist die geheimnisvolle Person?

 

Anlässlich des Wasserfestes vom 15. – 17. August 2014 mussten wir das Buch einfach lesen. Die Vorfreude auf die Umsetzung dieser wirklich kuriosen Idee eine Leiche während des Festes als Boot zu drapieren, war leider jedoch schnell verflogen. Es war schwierig, sich in das Buch ein zu lesen und einen Bezug zu finden. Die Themen Wasserfest, Sterbehilfe, Verantwortung und Rache versprechen eine komplexe und actionreiche Handlung. Leider zeigte sich die erst zum Ende des Buches und war dann viel zu schnell wieder vorbei.

Die Hauptfigur Trotzenburg

Heiner Trotzenburg, Chef der siebten Leipziger Mordkommission ist ein verbitterter, meistens schlecht gelaunter, humorloser, allein stehender Mann mittleren Alters, der lieber im Alleingang ermittelt und sich dadurch oft in Gefahr bringt. Man könnte es auch den typischen Krimiroman-Polizei-Charakter nennen. Mittlerweile leider schon ziemlich abgedroschen und sorgt nicht mehr für viele Überraschungen.

Thema: Wasser

Das Thema Wasser spielt besonders in Leipzig eine große Rolle. Flüsse, Seen und Kanäle gibt es hier schließlich zu Genüge. In Verbindung mit dem traditionellen Leipziger Wasserfest eine wirklich gute Idee. Jedoch spielt der Roman nicht nur in Leipzig, sondern auch an der westlichen Ostsee, wobei das Thema Wasser auch hier wieder aufgegriffen wird. Im Laufe des Buches wird jedoch klar, dass es auch ein anderes Thema gibt, nämlich Rache. Der Mörder hat es auf Trotzenburg abgesehen. Das Unlogische daran: Bereits aus unzähligen, schlecht gemachten Horrorfilme wissen wir, es ist nicht klug dem Menschen, der einen umbringen will, auch noch entgegen zu laufen.

Schreibstil des Autors

Frank Kreisler legt sehr viel Wert auf das gedankliche Innenleben seiner Hauptfigur Trotzenburg und zeitweise auch auf das, seiner Polizeikollegen. Besonders auffällig ist die ausführliche Beschreibung mancher Orte, die sich leider teilweise wie der Informationstext eines Reiseführers liest. Leider ein wenig, too much. Auch geschichtlich gesehen erfährt der Leser viel über die Stadt Leipzig, was bereits im Prolog zu erkennen ist. Auch hier ist die Devise: weniger ist mehr. Durch den eher Berichtähnlichen Schreibstil fiel es schwer eine Beziehung zu den Personen zu entwickeln. Trotz der zum Teil wirren Gedankengänge und Handlungsweisen der Figuren baut sich im Laufe des Buches immer mehr Spannung auf. So soll es sein. Leider ist man ungefähr erst ab Seite 100 wirklich im Geschehen angekommen, bei einer Gesamtlänge von circa 200 Seiten, jedoch etwas spät.

Ein unbefriedigendes Ende

Ist man erst einmal wirklich im Buch drin und will es auch nicht mehr weglegen, stellt man schnell mit Bedauern fest, dass man sich bereits auf einer der letzten Seite befindet. Und dabei bleiben noch einige, entscheidende Fragen offen. Das warum, wieso, wer sagt die Wahrheit und wie war es wirklich, sind Fragen, die leider nicht beantwortet werden.

 

Fazit: Passend zum Wasserfest kommt eine Geschichte herangeschwommen, die viel verspricht, jedoch nicht alles halten kann. Viele Stadteindrücke und Hintergrundinformationen machen den Roman zu einem echten „Lokalroman“. Ein wirklich spannender Fall, der auch durch die kreativ drapierten Leichen perfekt in die Kunst- und Kulturstadt Leipzig passt.

 

Infos:

Frank Kreisler
Wasserfest: Trotzeburg und die Macht der roten Tide
Krimiroman
fhl Verlag Leipzig
ISBN 978-3-942829-68-7
Infos zum Buch auch hier.

 

Zur Feier des diesjährigen Wasserfests in Leipzig gibt es das E-Book "Wasserfest: Trotzenburg und die Macht der Roten Tide" von Frank Kreisler bis Ende August, nun für nur 3,99 Euro zu kaufen.



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