In den Kochtopf geschaut: Eis an der Kö Leipzig

In den Kochtopf geschaut: Eis an der Kö Leipzig

„Du kannst halt Luft oder Eis verkaufen“

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15.07.2015

Eis an der Kö Leipzig
"Seit sieben Jahren gibt es unseren Laden auf der Könneritzstraße schon. Als ich damals dort hinzog, musste ich noch bis zum Adler laufen, um eine Kugel zu ergattern"
Eis an der Kö Leipzig
Die Masse, bestehend aus Joghurt, saurer Sahne, Dill, Zucker und Gurken, wird in den „Kälte-Rudi“ gegeben - die Eismaschine.
Eis an der Kö Leipzig
„Die Früchte bringen genug Eigenfarbe mit, warum also noch zusätzlich Chemie rein?"
Maracujaeis, Milchreiseis, Erdbeer-Basilikum-Eis, Gurkeneis, Sauerkirscheis, Schoko-Chili-Eis, Joghurteis-Sesam-Seegras-Eis, und mit viel King-of-Queens-Nachdruck: Limoneneis! All das und viel, viel mehr – nämlich insgesamt 24 Sorten täglich aus einem Kreationssortiment von insgesamt 60 Eisvariationen gibt es beim Eis an der Kö ...

– und zwar komplett ohne Farbstoffe – also auch kein „Himmelblau“. „Damit tue ich vielen Eltern sicherlich einen Gefallen“, erzählt Inhaber Herr Naumann, gelernter Konditormeister. „Die Früchte bringen genug Eigenfarbe mit, warum also noch zusätzlich Chemie rein? Auch gibt es bei uns keine Emulgatoren, die man im italienischen Eis oft findet – das macht das Ganze cremiger, doch sind wir mit der Konsistenz unseres Eis auch so sehr zufrieden.“ Wir auch! Denn bevor wir ans Werk dürfen, stecken wir uns erstmal den ersten (und längst nicht letzten) Eislöffel in den Mund: Maracujaeis – ein Sonnenaufgang am Kugelhorizont, und zwar am veganen, laktose- und glutenfreien Kugelhorizont.

Kälte-Rudi, Gurkeneis und Eismauer ...

„Seit sieben Jahren gibt es unseren Laden auf der Könneritzstraße schon. Als ich damals dort hinzog, musste ich noch bis zum Adler laufen, um eine Kugel zu ergattern. So kam mir die Idee, eine Eisdiele zu eröffnen. Seither gilt für uns: Wenn die Sonne lacht, wird aufgemacht. Daher sind unsere Öffnungszeiten auch recht variabel. Obwohl wir schon immer 5 Uhr im Laden stehen und das Eis herstellen.“ Nicht ganz 5 Uhr, aber ebenso bereit geht´s für uns dann an die Gurkeneis-Herstellung. Die Masse, bestehend aus Joghurt, saurer Sahne, Dill, Zucker und Gurken, wird in den „Kälte-Rudi“ gegeben - die Eismaschine. Die funktioniert ein bisschen wie eine Waschmaschine. Die Trommel im Inneren dreht sich und kühlt mit einer Temperatur von -25°C den Trommelrand und damit die Eismasse herunter. Integrierte Schaber kratzen die jeweils gefrorene Eisschicht vom Rand und so darf die ganze Masse einmal an die „Eismauer“ und ist nach ca. 6 Minuten einheitlich gefroren. Ice is coming ... Das Ganze muss schnell gehen, da sonst zu viele Eiskristalle gebildet werden. „Zudem ist unser Eis sehr kompakt. Du kannst halt Luft oder Eis verkaufen.“

70 Eisbecher-Kreationen: Vom Schwarzwald bis zur Copacabana

Die zart-grün gefrorene Masse lässt sich in einen Behälter fallen und wartet nun darauf, von uns mit frisch gehackten Gurkenstiftchen vermengt zu werden. Das Eis ist eine willkommene Abwechslung zur doch süßen Ausprägung des Lebensmittels, dessen Freunde natürlich dennoch vollstens auf ihre Kosten kommen. Zusätzlich gibt es beim Eis an der Kö nämlich noch um die 70 Eisbecher-Kreationen, die genau das haben, was im Gurkeneis etwas zurücksteckt. Zum Beispiel Karamell, rote Grütze und Unmengen an Schokolade. Und so heißen die Kollegen beispielsweise: Tiramisu-Becher, Schwarzwald-Becher, Copacabana-Becher oder Madame Rouge. Zum Schluss, wie könnte es anders sein, gönnen wir uns nochmal eine Portion Limoneneis – aus italienischen Zitronen und nicht aus Supermarkt-Spritzzitronen-Konzentrat. Herrlich, dieses Liiiiimoneneiiiiis!



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