Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched

Gastro-Test: Gottschedstraße

The Gods of Gottsched

11.04.2018

Andächtig bestiegen wir den Olymp des Gottsched und prüften zehn Gastro-Götter unter dem Deckmantel des Hungers auf ihre Qualitäten. Wer uns göttergleich vom Himmel kosten ließ und wann wir den Gipfel des Genusses weniger glücklich verließen, lest ihr im großen Gastrotest!

 

**Reihenfolge: Testsieger, weitere Testlocations folgen alphabetisch** 

 

Unser Testsieger: Pilot

Wohlfühlfaktor: *****

Preis/Leistung: ****
Geschmack: *****

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Pilot

Der Pilot ist aus der Gottschedstraße nicht wegzudenken. Er grenzt direkt an das Foyer des Leipziger Schauspiels und bietet somit jedermann die Möglichkeit, von der Bühne direkt in die Kneipe zu switchen. Als wir den Piloten betreten, herrscht ein reges Treiben. Der große offene Speiseraum ist gut besucht. Trotzdem ist es sehr gemütlich und einladend. Wir nehmen in einer kleinen abgeschiedenen Ecke platzt und werden vom überaus freundlichen Personal empfangen. Die Speisekarte bietet eine abwechslungsreiche Auswahl an Frühstück, Mittag- und Abendessen. Wir bestellen eine Spicy-Gingerale-Limonade für 2,50€ und die Käseknödel mit Rucola, Tomaten und Parmesan für 8€. Gut gelaunt serviert uns der Kellner nach nur kurzer Zeit das Gericht, welches hervorragend schmeckt. Die hohe Qualität der Zutaten und die gekonnte Zubereitung bemerken wir mit dem ersten Bissen. Dass ein einfaches Gericht so außergewöhnlich sein kann, haben wir selten erlebt. Insgesamt hat sich der Besuch im Piloten mehr als gelohnt. Wir kommen gerne wieder.

Fazit: Immer einen Besuch wert!

 

 

Barcelona

Wohlfühlfaktor: *****

Preis/Leistung: ***
Geschmack: ****

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Barcelona

In der Barcelona werden, wie der Name schon vermuten lässt, spanische Gerichte angeboten. Der langgezogene Speiseraum inklusive großer Bar ist allerdings nicht wie viele andere spanische Restaurants mit kitschigen Sombreros und Piñatas dekoriert, sondern sehr stilvoll und schlicht gehalten. Viele Paare sitzen hier und unterhalten sich ruhig. Abends soll es häufig voller und etwas lauter werden. Beim unbeschwerten Kellner bestellen wir ein Mieps Apfel-Holunder-Limonade für 2,80€ und einen spanische Tortilla mit Anchovis, Kapern und Gewürzgurke für 9€. Der Kellner informiert uns bereits bei der Bestellung darüber, dass die Zubereitung der Tortilla etwas länger dauert, da alle Gerichte frisch zubereitet werden. Trotzdem geht es relativ schnell und die ungewöhnliche Tortilla steht vor uns. Sie schmeckt etwas salzig, gleichzeitig jedoch sehr gut und frisch. Für den Preis hätte sie allerdings etwas größer sein können, denn wirklich satt werden wir nicht. An der Qualität der Speise gibt es jedoch nichts zu beklagen.

Fazit: Entspannter Laden. Salud!

 

 

Burgerheart

Wohlfühlfaktor: **** 

Preis/Leistung: ***

Geschmack: *** 

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Burgerheart

Weiß gestrichene Backsteinwand und tiefhängende Lampen an den Tischen. Das Burgerheart kommt in einem typischen New Yorker Industrial-Look daher. Die nette Kellnerin bedient uns sofort, als wir das Lokal betreten. Wir entscheiden uns für den Mädchenburger mit Ziegenkäse, Gurke, Salat, Feigensenf und Burgersauce (8,90 €). Als Beilage wählen wir die Sweetpotato Fries mit Kräuter Aioli-Dip (3,90 € + 1,50 €), dazu Blaubeer-Honig- Limonade (3,90 €). Nach nur 20 min wird unser Essen serviert. Die Fries sind auf den Punkt frittiert und es gibt ausreichend Dip dazu. Der Burger hat eine angenehme Größe und ist lecker – gerade in Kombination mit dem Feigensenf. Allerdings ist er schon sehr kalt. Leider schmeckt auch die Limo nicht so fancy, wie sie klingt. 

Fazit: Das könnt ihr besser!

 

 

Canito

Wohlfühlfaktor: ****

Preis/Leistung: **

Geschmack: **** 

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Canito

Das Canito ist vermutlich nicht der Anziehungspunkt Nummer 1 auf der Gottschedstraße, doch reinschauen lohnt sich durchaus. Drinnen ist es gemütlich: warme Farben, Schummerlicht, dazu Kunst und Plakate. Die Bedienung zündet uns ganz romantisch eine Kerze an und wir bestellen einen spanischen Rioja für 4,90 €, dazu Pasta mit Hähnchenstreifen in Curry-Trüffelsauce-Parmesan. Die Pasta sieht super aus und schmeckt gut. Die Sauce ist definitiv das Highlight.  Zwar hätte die Portion bei einem Preis von 13 € etwas größer ausfallen können, doch vielleicht lag es auch nur an unserem Riesenhunger ... Insgesamt sind wir zufrieden und hatten einen gemütlichen Abend im Canito, das für ein Gläschen Wein am Abend definitiv der richtige Ort ist. 

Fazit: Good but not God

 

 

Luise

Wohlfühlfaktor: ****

Preis/Leistung: ****
Geschmack: ****

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Luise

Besonders wenn es ums Frühstück geht, ist die Luise eine allseits beliebte Anlaufstelle. Wir betreten das Restaurant am frühen Abend. Es herrscht eine entspannte Stimmung und die Einrichtung ist schick-gemütlich. Die große Bar lädt gleichzeitig zum Verzehr vieler leckerer Cocktails ein. Auch der Kellner ist freundlich als er uns die Karte reicht, reagiert allerdings etwas selbstgefällig, als wir eine Frage zu den Speisen stellen. Wir entscheiden uns letzten Endes für den Halloumi Burger mit Kartoffelecken und Aioli für 10,50€, was unserer Meinung nach für einen Burger ein stolzer Preis ist, und dazu ein hausgemachtes Zitronenwasser für 4€. Unsere hohen Erwartungen werden teilweise erfüllt. Der Burger und die Aioli schmecken wirklich gut. Die wenigen Kartoffelecken allerdings sind enttäuschend. Insgesamt können wir allerdings sagen, dass die Luise eine befriedigende Anlaufstelle ist, wenn es um Speis und Trank geht. Entspannte Stimmung, gutes Essen und eine beeindruckende Bar erwarten euch hier. 

Fazit: Super Mischung aus Restaurant & Bar.

 

 

Sol y Mar

Wohlfühlfaktor: ****

Preis/Leistung: ***

Geschmack: *****

 

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Sol y Mar

Sprichwörtlich kann man wohl in keinem Restaurant in Leipzig so gut die Füße hochlegen wie im Sol y Mar. Große Areale des Raums sind mit Betten und Matratzen ausgelegt, auf denen man bequem lümmeln und speisen kann. Zum essen ist das uns ein wenig suspekt, deswegen bestellen wir den Espressofisch mit Orange erstmal an den Tisch. Sehr kreativ: Die Kruste des Fisches schmeckt tatsächlich ungewohnt, aber gut nach Espresso, dazu gibt es Fenchel-Orangensalat und Kartoffelpüree. Das Gericht steht für 10,90€ auf der Wochenkarte, andere Gerichte liegen preislich bei 13 bis 15€. Die Portionen sind ein wenig klein, machen aber gerade so satt. Nachdem wir der Bedienung sogar das Rezept des leckeren Kartoffelpürees entlockt haben, begeben wir uns mit einem lecker Cocktail auf die Matratzen und Kissen und lassen das gute Essen entspannt ausklingen. 

Fazit: Originelle Essenskreationen in Schräglage.

 

 

Syndeo

Wohlfühlfaktor: **** 

Preis/Leistung: ****

Geschmack: ***** 

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Syndeo Restaurant

Es ist Mittagszeit, als wir ankommen – im Syndeo bedeutet das wochentags von 12 bis 14 Uhr: Business-Lunch-Time. Hauptgerichte à la carte gibt es nur begrenzt, deswegen entscheiden wir uns für den Business-Lunch für 12,90 € inklusive Getränk. Mehrere Gerichte stehen zur Auswahl und die Angebote wechseln regelmäßig. Wir wählen den Steinbeißer mit Spinat, Kirschtomaten und Risotto, dazu den Syndeo-Detox-Smoothie. Der Laden ist schick eingerichtet, die Bedienung ist wirklich sehr aufmerksam und lässt uns nicht lange auf das Essen warten. Optisch ist es sehr ansprechend, geschmacklich richtig lecker. Das Risotto hat die perfekte Konsistenz und eine würzige Note, der Spinat und die Tomaten sind frisch, der Fisch ist zart, doch leider nicht ganz grätenfrei. Alles in allem sind wir sehr zufrieden, und bei dem Preis gibt’s nichts zu meckern. 

Fazit: Lecker Business!

 

 

Varadero

Wohlfühlfaktor: ***

Preis/Leistung: ***

Geschmack: ****

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Varadero

Havana oh na na! Half of my heart is... im Varadero?. Als wir eintreten, ist das Ambiente ein wenig zu finster, daran ändert auch der flackernde Kerzenschein und die düstere Topfpalme neben unserem Tisch nichts. Wir sinken in den tiefen Ledersesseln ein und inspizieren die Speisekarte. Unter den wachsamen Rebellenaugen von einem Plakat-Che-Guevara verspeisen wir schließlich einen riesigen Spieß mit Lammfleisch, Riesen(!)-Garnelen und Gemüse für 13,60€. Mal was Neues: Statt Reis und Kartoffeln kann man als Beilage auch eine Art knusprigen Weizen bestellen, der ungewohnt und lecker schmeckt, aber auch separat für 2 bis 3 € zur Hauptmahlzeit nochmal dazu bestellt werden muss. An dem Abend, an dem wir dort sind, ist kaum was los. Vielleicht besser wiederkommen, wenn eine der Salsa-Partys stattfindet, von der uns der Kellner mit strahlenden Augen erzählt.

Fazit: Gutes Restaurant zum Rum-Probieren.

 

 

Vodkaria

Wohlfühlfaktor: *****

Preis/Leistung: ***

Geschmack: ***

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | Vodkaria

Wodka Honig-Peperoni, Wodka mit Lakritze ... Was klingt wie ein gut gefüllter russischer Wandschrank, ist das Menü der Vodkaria – zumindest, was die Getränke angeht! Auf der Speisekarte reihen sich russische, polnische, norwegische und isländische Spezialitäten. Uns packt die Abenteuerlust und wir bestellen von der Wochenkarte einen Burger mit Jackfrucht, dem Lammkotelett unter den veganen Fleischersatzprodukten. Leider schmeckt sie aber einfach nur wie eine saure Frucht in fertiger Letschosoße. Auf die Beilagen wird großzügig verzichtet und so sieht der Burger für 8,70 € ziemlich einsam aus auf dem großen Teller. Zufriedener ist die Begleitung mit den klassischen Pelmeni für den gleichen Preis, gefüllt mit vielerlei Sorten Fleisch. Die gibt es ebenfalls in zahlreichen Varianten und sind richtig lecker. Neben dem gemütlichen Ambiente in dunklem Grün und rustikalem Holz gefällt uns das freundliche Lächeln der Kellnerin. 

Fazit: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

 

 

White Monkey

Wohlfühlfaktor: *****

Preis/Leistung: ****

Geschmack: ***** 

Gastro-Test: Gottschedstraße: The Gods of Gottsched | White Monkey

Die Einrichtung ist modern und seiner Zeit, so scheint es, ein Stück voraus. Die Mischung aus Bar und Restaurant überzeugt uns jedenfalls sofort! Eine zuvorkommende Bedienung weist uns einen Platz zu und händigt uns die übersichtliche Karte aus. Wir entscheiden uns für eine Pizza (9,90 €) mit dem klangvollen Namen „French Connection“, belegt u.a.: mit Apfel, französischem Brie, Preiselbeeren und Thymian. Dazu noch eine „Garden Lemonade“ (4,50 €) mit Gurke, Ingwer und Basilikum. Nach einer sehr kurzen Wartezeit erhalten wir unsere Bestellung. Als Besteck dient uns hier eine Schere. Die Pizza als auch die Limonade schmecken sommerlich leicht, machen aufgrund der Größe aber auch sehr satt und zufrieden. Samtweiche Soulklänge runden den Abend ab. 

Fazit: Hätten wir einen zweiten Sieger küren können, wärt ihr es geworden.

 

 

 

 



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