Gastro-Test: Zu Gast im Musikerviertel

Gastro-Test: Zu Gast im Musikerviertel

Hier spielt die Musik!

04.10.2016

In den Mittags- und Abendstunden füllen nicht nur Studenten den Platz rund um die Bibliothek Albertina. Der Geruch internationaler Köstlichkeiten lockt viele hungrige Leipziger in die Straßen des Musikerviertels. Wir haben Ambiente und Angebote ausgewählter Lokale für euch getestet.

 

Testsieger: B10

Gastro-Test: Zu Gast im Musikerviertel
B10

Das B10 ist ein modernes Restaurant im urban Style, in dem der Ex-Koch von Lenny Kravitz den Kochlöffel schwingt. Die Karte ist überschaubar, überzeugt aber durch ihre exotischen und ausgefallenen Gerichte. Außerdem steht auch ein Tagesangebot aus fünf Speisen zur Wahl. Man sollte sich allerdings nicht durch fremd klingende Zutaten wie „Ceviche“, „Matsuhisha“ oder „Dalkon“ abschrecken lassen. Bei Unklarheiten hilft auch gern das junge, professionelle Servicepersonal. Ansonsten heißt es: Einfach mal die asiatisch und mediterran angehauchten Menükreationen ausprobieren! Wir bestellen den Crispy Pork Salad mit japanischem Omelette, Birne, Dalkon, gerösteter Scharlotte und Matsuhisha-Dressing. Die Zutaten schmecken sehr frisch und die Geschmacksknospen werden durch die Kombination aus herzhaften und süßen Zutaten angeregt. Besonders die Granatapfelkerne geben der Speise eine erfrischende Note. Die Portionen sind geschmackvoll angerichtet und reichen vollkommen aus. Auch der Preis ist mit 10,50€ durchaus angemessen. Die übrigen Preise bewegen sich zwischen 8,50€ und 24€. Man merkt, dass im gesamten Restaurant ein durchgängiges Konzept verfolgt wird, denn sogar die Limo wird mit frischen Zitronenscheiben und Kräutern in eleganten Gläsern serviert. Die offene Küche gewährt Einblick in den Arbeitsbereich der Köche und beweist Transparenz.
Fazit: Stimmiges Gesamtkonzept mit exklusiven Kreationen.

 

Geschmack:  ★★★★★
Ambiente:   ★★★★
Service:      ★★★★

Kontakt: Beethovenstraße 10
Öffnungszeiten: Mo - Fr   11:30 - 14:30 Uhr & Mo - Sa 17:30 - 22:30 Uhr

 

 

Gastro-Test: Zu Gast im Musikerviertel
Kowalski
Kowalski

 

Das Kowalski bietet dem Besucher sowohl an der Straße als auch in einem kleinen, ruhiger gelegen Wintergarten auf dem Hinterhof Freisitzflächen. Innen ist es hell und hohe rot bemalte Wände lassen den Laden offen und gemütlich erscheinen. Ausgefallene Käseteller oder gegrillte Foccaccia für den kleinen Hunger ergänzen das Frühstücksangebot der Speisekarte. Breit gefächert und orientalisch angehaucht sind die Hauptgerichte. Die Preisspanne für Bauernfrühstück, malaysischen Fisch oder Hähnchensatay reicht von 10 bis 15€. Unter der Woche hat der hungrige Gast zudem die Möglichkeit, zwischen zwei preisgünstigeren Mittagsangeboten zu wählen. Neben thailändischem Gemüse mit Gurken, Cherrytomaten, Kokosmilch, Limettenblättern und Zitronengras serviert mit Basmatireis für faire 5,60€ steht jeweils ein Fleischgericht zur Auswahl. Die etwas zurückhaltende Bedienung serviert innerhalb kürzester Zeit das raffiniert mit Blüten angerichtete Essen. Die Soße ist leicht süß und überraschenderweise etwas scharf. Meine Tischnachbarin kratzt wie wir ihren Teller bis auf den letzten Rest leer, es scheint nicht nur uns geschmeckt zu haben.
Fazit: Faire Mittagsangebote.

 

Geschmack:   ★★★★
Ambiente:    ★★★★
Service:       ★★★

Kontakt: Ferdinand-Rhode-Straße 12
Öffnungszeiten: Mo - Sa 9 - 23.30 Uhr & So 9 - 22 Uhr

 

 

Mio

Gastro-Test: Zu Gast im Musikerviertel
Mio
 

Das Restaurant, das mit mediterraner Küche und familiärer Atmosphäre lockt, hat eine schöne Galerie und eine lauschige kleine Terrasse. Im Inneren ist es insgesamt aber eher karg eingerichtet, das südländische Ambiente ist kaum auffindbar. Dafür verspricht die Speisekarte mediterranes Flair und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten: Pasta, Salate, Hauptspeisen und eine vegetarische und vegane Auswahl. Wir entscheiden uns für Kartoffel-Gemüse mit Ingwer, Kokosmilch und Kräuterpolenta. Schön garniert mit einer Kürbisblüte und frischen Kräutern fehlt es dem Essen leider an pfiffiger Würze. Im Kartoffel-Gemüse ist der Ingwergeschmack angenehm herauszuschmecken, dafür ist wohl etwas zu viel Öl hineingeraten. Der Service überzeugt durch Freundlichkeit und Kompetenz. Die Preise sind moderat: ab 6,90€ gibt es Pasta und mit 19,50€ ist das Argentinische Rumpsteak das teuerste Gericht auf der Karte.
Fazit: Etwas mehr Pepp im Essen wäre schön!

 

Geschmack:  ★★★
Ambiente:   ★★★
Service:      ★★★★

Kontakt: Beethovenstraße 21
Öffnungszeiten: Mo - So 9 - 0 Uhr & So 9 - 15 Uhr Sonntagsbrunch

 

 

 


Petite Marieke

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Petite Marieke
 

Das kleine Restaurant Petite Marieke überzeugt mit original französischen Produkten und einer sehr klein gehalten dafür umso erleseneren Küche. Eine feste Speisekarte gibt es nicht. Das täglich wechselnde Mittagsmenü, aus Vor- und Hauptspeise bestehend, sowie weitere kleine Spezialitäten werden dem Gast auf einer Kreidetafel vor der Eingangstür präsentiert. Jeden Mittwoch ist Fischtag im Petite Marieke, donnerstags wird vegetarisch gekocht. Ein Radieschensalat mit eingelegtem Munster-Käse, der besonders würzig, pikant und äußerst lecker schmeckt, wird als Vorspeise serviert. Die Hauptspeise Schnirsch „Gemüse quer durch den Sommergarten“ mit Rotbarschstäbchen im Cornflakesmantel ist der Köchin wirklich gelungen. Frisch und fein abgeschmeckt ist das Menü, dass zwar mit 12,50€ deutlich teurer, dafür umso ausgefallener ist. Hausgemachte Quiche, selbstgebackene Kuchen, französische Limonaden, Schinken und Käse sowie Weine vom Erzeuger runden das Angebot ab.
Fazit: Authentisch und einfach köstlich.

 


Geschmack: ★★★★★
Ambiente:  ★★★
Service:     ★★★★★

Kontakt: Mozartstraße 6
Öffnungszeiten: Mo - Di 8 - 19 Uhr & Mi - Fr 8 - 22 Uhr,  Sa, So und Feiertag geschlossen

 

 

 


Salumeria da Daniele

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Salumeria Da Daniele
 

Traditionell und klein ist das italienische Restaurant Salumeria da Daniele gehalten. Während der Freisitzsaison stehen einige Tische vor dem Laden für die Gäste bereit, wohingegen der Innenbereich überschaubar und deutlich enger gehalten ist. Der sehr aufmerksame Kellner weist den Gast sofort auf die täglich wechselnden Pastagerichte hin. Spaghetti mit frischen Pfifferlingen für 12,90€ sowie Pasta mit Frischlingsragout oder Wildschwein für 9,90€ stehen auf dem Programm. Sowohl das Wildschwein als auch der Frischling wurden vom Chef persönlich in der Dübener Heide geschossen. Die mit Parmesan garnierte Pasta ist wirklich lecker, frisch und gut gewürzt. Der größte Teil der Speisekarte ist allerdings nichts für den kleinen Geldbeutel. Das Pizza -und Salatangebot liegt preislich zwischen 8 bis 12€, für Fleisch- und Fischgerichte zahlt man hier gut und gerne um die 18 bis 20€. Außer dem gastronomischen Bereich besitzt der Italiener auch eine Feinkostabteilung mit über 40 Käsesorten und einer Auswahl an Wurst– und Schinkenspezialitäten aus allen Regionen Italiens.
Fazit: Etwas teurer dafür stimmt die Qualität.



Geschmack:  ★★★★
Ambiente:   ★★★
Service:      ★★★★★

Kontakt: Beethovenstraße 12
Öffnungszeiten: Mo - Fr 11 - 14.30 & 17 - 23 Uhr & Sa 18 - 23 Uhr, So geschlossen



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