Gastrotest: Kartoffelhäuser

Gastrotest: Kartoffelhäuser

Rin in de Kartoffeln, raus aus de Kartoffeln

23.08.2019

Achtung Knöllchenalarm! Ja, die Knolle hat viele Gesichter. Für diesen Gastrotest guckten wir in die Röhre und probierten uns durch die Ofenvariante.  Wem jetzt dünkt, da fehlt doch was: Die Krummbirne in Connewitz befand sich während unseres Tests leider gerade im Umbau, wird aber online nachgereicht! (*Reihenfolge der Testlocations: Testsieger, der Rest folgt alphabetisch) 

Gastrotest: Kartoffelhäuser

Unser Testsieger*: Waldstraßenknolle

Feuerbachstraße 21 | Mo bis Fr 11:30-14:30 Uhr

 

Gastrotest: Kartoffelhäuser

Kartoffelwertung: ★★★★★
Wohlfühlfaktor: ★★★★★
Preis/Leistung: ★★★★★

 

Irgendwie kommt uns sofort das Wort „schnuckelig“ in den Kopf, als wir eintreten. Es ist Mittagszeit, das Wetter ist schön, wir bestellen die Knolle „2018“ und nehmen draußen Platz. Es dauert nicht lange, dann steht sie auch schon vor uns. Über der Ofenkartoffel thront ein Berg aus Avocado-Tomaten-Salat, roten Linsen, Frühlingszwiebeln, Kokosjoghurt und einem besonders leckeren Rote-Bete-Mus. Die Portion ist groß, die Zutaten sind frisch, geschmacklich sehr gut und das Ganze kostet faire 7€ (50 Cent davon gehen sogar an einen guten Zweck). Das kleine Lädchen wirkt sehr sympathisch und die Auswahl an Ofenkartoffelgerichten ist abwechslungsreich – und weil das alles so nett und lecker hier ist, bestellen wir anschließend Kaffee, um noch ein wenig zu bleiben.

Fazit: Knolla die Waldfee!

 

Frittz

Promenaden Hauptbahnhof | täglich 10-21 Uhr

Gastrotest: Kartoffelhäuser

 

Kartoffelwertung: ★★★★★
Wohlfühlfaktor: ★★★★
Preis/Leistung: ★★★★★

 

Frittz ist ja vor allem für seine Pommes berühmt, hat aber auch ein paar vielversprechende Ofenkartoffelvariationen im Angebot. Wir entscheiden uns bei unserem Besuch für eine Gyros Potatoe für 4,90€, welche mit Tzatziki und Zwiebeln daherkommt und somit jeglichen Chancen auf körperliche Nähe in den nächsten Stunden vorbeugt. Die Kartoffel ist perfekt gegart und das Gyros-Topping schmeckt uns ausgezeichnet. Die Portion ist für diesen Preis mehr als angemessen und lässt uns satt und zufrieden am Tisch zurück. Einziger Wermutstropfen ist, dass im Frittz trotz der stylischen Einrichtung die Bahnhofsatmosphäre leider nicht ganz ausgeblendet werden kann. Aber wer eher auf der Suche nach einer schnellen Kartoffel ist, wird hier definitiv nicht enttäuscht!

 Fazit: Kartoffel and go

 

Kartoffelfräulein

Karl-Heine-Straße 68 | Mo bis Fr 11:30-20, Sa 12-19 Uhr

Gastrotest: Kartoffelhäuser

 

Kartoffelwertung: ★★★★★
Wohlfühlfaktor: ★★★★
Preis/Leistung: ★★★★★

 

Beim Kartoffelfräulein ist nicht gerade viel Platz, oder besser gesagt: es gibt nur einen Stehtisch. Dafür kann man im Sommer wunderbar draußen auf der Straße seine Kartoffel-Mahlzeit zu sich nehmen und den Plagwitzer Trubel beobachten. Der Laden ist urban und hip, aber nicht abgehoben, die Speisekarte ist übersichtlich und die Gerichte sehr originell. Wir entscheiden uns für die Orientknolle für 6,50€, die mit gezupftem Hähnchen, Couscous-Salat, Petersilien-Salat, Hummus und leicht scharfer Sauce serviert wird.. Die Kombination der Zutaten passt hervorragend, die Kartoffel schmeckt rauchig und hat eine knusprige Schale – super lecker, das nennen wir Ofenkartoffel! Da kommen Kindheitserinnerungen an Stockbrot und Lagerfeuer hoch.

 Fazit: Tolle Knolle!

 

Kartoffelhaus Nº1

Barfußgäßchen 12 | Mo-Do & So: 11:30-23, Fr&Sa 11:30-0

Gastrotest: Kartoffelhäuser

 

Kartoffelwertung: ★★★★
Wohlfühlfaktor: ★★★★
Preis/Leistung: ★★★

 

Das Kartoffelhaus ist ein uriger Laden mit einer ebensolchen Speisekarte. Wir gehen mit der Tradition und entscheiden uns für eine Ofenkartoffel des Typus Hausmannskost mit Creme Fraiche und Matjesfilet für 8,40€. Wir nehmen draußen Platz, das Essen wird rasch serviert und vor uns auf dem Teller präsentiert sich ein Meer aus Creme Fraiche. Auf dessen Oberfläche schwimmt der Matjes umgeben von Zwiebeln. Irgendwo darunter versteckt sich wohl die Kartoffel. Leichte Kost geht anders, aber wir haben es ja so gewollt ... Die Kartoffel an sich ist jedenfalls sehr lecker – nicht mehlig und bissfest. Die Hälfte der Menge an Creme Fraiche hätte wohl aber auch gereicht. Ansonsten sind wir zufrieden mit unserem einfachen, aber leckeren Essen. Die Ofenkartoffel wurde hier nicht neu erfunden, doch Schlichtheit kann ja auch charmant sein.

 Fazit: In Ordnung.

 

Kartoffelkneipe Mockau

Kieler Straße 52 | täglich 12-14 und 17:30, So bis 22 Uhr

Gastrotest: Kartoffelhäuser

 

Kartoffelwertung: ★★★
Wohlfühlfaktor: ★★★
Preis/Leistung: ★★★★

 

Die Kartoffelkneipe Mockau hätte ihren Namen nicht besser wählen können: Eine (schon etwas in die Jahre gekommene) Kneipe mit besonderem Fokus auf Kartoffelspezialitäten. Die Speisekarte ist für ein so kleines Lokal relativ groß und lockt vor allem mit ausgefallenen Gerichten wie z.B. einer Kartoffelpizza. Bei den Ofenkartoffeln gibt es leider nur eine Variante und wir entscheiden uns daher für den Klassiker mit Quark für 5,90€, welcher nach kurzer Zeit von unserer wahnsinnig netten und aufmerksamen Bedienung gebracht wird. Die Portion ist riesig, aber leider sind wir weder von der Aufmachung auf dem Teller noch vom Geschmack überzeugt. Die Kartoffel ist innen noch etwas schnorpselig, wie der Sachse sagt, und auch der Quark kommt eher kantinenmäßig daher. Hier ist in Sachen Ofenkartoffelkreativität auf jeden Fall noch etwas Luft nach oben! 

 Fazit: Kartoffelupdate benötigt.

 

Krummbirne

Gastrotest: Kartoffelhäuser
Simildenstraße 1 | Mo-Do & Sa 11.30-18, Freitag 11.30-16 Uhr

 

Kartoffelwertung: ★★★★
Wohlfühlfaktor: ★★★★★
Preis/Leistung: ★★★★

 

Ein Name, der die grauen Zellen anregt und erst einmal irritiert – doch dahinter steckt ein gemütliches Lädchen im Herzen von Connewitz, das die als langweilig geltende Kartoffel in Szene setzt und zu einer lohnenswerten Mahlzeit pimpt.
Wir bestellen eine namenlose Ofenkartoffel mit geschmortem Hähnchen, Eisbergsalat, Rucola und Tomaten für 7,20€, dazu eine Limo aus dem Kühlschrank für 2,50€ und nehmen anschließend draußen Platz. Es dauert nur wenige Minuten, dann steht die Knolle vor uns. Das Gericht ist allerdings viel bunter als angekündigt. Auf der Karte stand nichts von Krautsalat, Möhrensalat, Weintrauben, Mozzarella, Gurke und Melone, doch wir freuen uns über dieses Kartoffelteller-Upgrade. Eine köstliche Soße bedeckt die Ofenkartoffel außerdem. Besonders angetan sind wir jedoch von dem Obst, das das Gericht geschmacklich hervorragend abrundet – unerwarteterweise. Die Kombo ist insgesamt sehr stimmig und sieht dazu noch künstlerisch wertvoll aus. Wer auf dem Weg zum See ist, sollte ruhig mal einen Schlenker machen und bei der Krummbirne vorbeifahren. Hier gibt es frische Mahlzeiten für heiße Sommertage.
Fazit: Vorbeischauen lohnt sich!


Diese Artikel könnten Dir gefallen:


Kommentare
› Schreibe einen Kommentar
    • Bisher keine Kommentare.
  • Bitte registriere dich bei uns oder log dich ein um Kommentare zu schreiben oder Bewertungen abzugeben.

Teilen auf

auf:

Urbanite verwendet Cookies

Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Hier geht’s zu unseren Datenschutzerklärungen.

Ich stimme der Verwendung von Cookies zu