Interview Orsons: Über Barteks Seele, Wackheitsfaktor und stöhnende Manager

Interview Orsons: Über Barteks Seele, Wackheitsfaktor und stöhnende Manager

Interview mit Kaas und Bartek von den Orsons

06.04.2015

Am 15. April kommen die Orsons (bestehend aus Tua, Bartek, Maeckes und Kaas ) ins Täubchenthal - am 20. März erschien ihr neues Album. „What’s Goes“ schimpft es sich und what goes, klärten wir mit zwei von den Jungs - Bartek und Kaas. Noch vor dem „Guten Morgen“ am Telefon teilt uns Bartek mit, dass neben ihm ein nackter Kaas sitzt. Neben ner Portion Exhibitionismus und Witz erzählten uns die beiden, warum die Orsons immer noch ein bisschen wack sind, warum das neue Album die Seele Barteks trägt und warum der Manager stöhnt:

 

Was erwartet uns allgemein beim neuen Album – WHAT’S GOES?

Bartek: Wir haben uns unser letztes Album nochmal angehört und da gab es einige Sachen, mit denen wir nicht wirklich zufrieden waren. Beim neuen Album haben wir alles über Board geworfen, was uns nicht gefallen könnte. Wir haben zum Beispiel nicht mehr so nen Song gemacht wie „Horst und Monica“ – das waren Sachen, so Popversuche, so komische, mit denen wir nicht zufrieden waren. Das neue Album besteht jetzt einfach eher aus Tracks auf die wir live auch richtig Bock haben. Aber vernachlässigt auch die deepen Songs nicht, die wir feiern. Wir haben jeglichen Wackheitsfaktor im neuen Album eliminiert. Und am Ende wurde es ein Album mit denen wir 4 das erste Mal richtig zufrieden sind. Wir freuen uns. 

 

Popdistanzierter also?

Bartek: Klaro, sind Songs wie „Schwung in die Kiste“ immer noch radiotauglich, aber wir fahren nicht mehr voll die Popschiene. Es gibt keine Kinderchöre und ...
Kaas: Bartek, das stimmt halt überhaupt nicht. Wir haben einen Kinderchor aufm Album. Ventilator ...
Bartek: (lacht) okay... Wir machen anscheinend immer noch das, was wir immer gemacht haben.
Kaas: Beim letzten Album haben wir uns hingesetzt und wollten drei Singels machen. Und dies waren genau die drei Songs, die uns dann gar nicht gefielen. Diesmal haben wir Songs gemacht, auf die wir alle standen. Lockerflockig.

 

Gibt’s Favoriten-Tracks auf What’s Goes?

Bartek: „Feuerrot“. Oder auch „Grün“. „Lass uns chillen“ – mit Maxim, den wir alle sehr mögen. Man fühlt sich dabei sofort wohl.

 

Dominiert ein Künstler das Album?

Kaas: Ich finde bei diesem Album war Bartek der Inspirierteste und hatte auch am meisten Seele reingesteckt. Für mich hat er irgendwie immer die freshsten Parts gekickt.
Bartek: Das ist aber sehr lieb. Ich kann’s nur soweit sagen, dass ich vor ca. einem Jahr nen richtig großen Kreativpush hatte – seit dem ich ein Studioraum hab. Und seither habe ich echt nen krassen Output zustande bringen können. Mich hat’s natürlich mega gefreut, dass die Orsons diesen Output auch gut fanden und vieles mit aufs neue Album gearbeitet wurde. Das freut mich ungemein.
Kaas: Der Albumtitel ist auch von Bartek. What’s goes – das sagt der halt die ganze Zeit. Weißt du, Bartek ist so ein Typ, der haut was raus und alle Leute im Freundeskreis etablieren es.

Interview Orsons: Über Barteks Seele, Wackheitsfaktor und stöhnende Manager
v.l.n.r.: Kaas, Maeckes, Bartek, Tua
 

Ist es z.Z. schwieriger sich im Rap zwischen Hafti-Konsorten und Mädness-bis-Morlockk-jeder-featuret-jeden-Netzwerken zu etablieren?

Kaas: Bei uns ging’s ja auch als Solokünstler los, hingen irgendwann zusammen ab und schmissen uns zusammen. Das ist, glaube ich, voll natürlich. Die Jungs sind alle super talentierte Künstler und es ergibt Sinn, dass die Musik gefeiert wird. Straßenrap wiederum ist vom Genre ja sowieso nochmal ne ganz andere Sparte. Daher denke ich nicht, dass das schwieriger ist. Solange wir fresh sind (lacht).

 

Was findet ihr musikalisch denn fresh?

Kaas: Ich hör leider nicht mehr so viel deutschen Rap, weil ich das immer so analytisch höre. Irgendwie ist der Zauber etwas verloren gegangen. Wenn dann höre ich gerne oldschooliges Zeug, was ich noch mit ner magischen Zeit verbinde. 

 

Ist dir die Magie flöten gegangen?

Kaas: Nur in gewissen Bereichen. Deswegen höre ich immer noch gerne Gangsterrap, weil es immer noch ne andere Welt ist. Ne Welt, die mir nicht so geläufig ist.

 

In welchen Städten spielt ihr denn am liebsten?

Kaas: Sag Leipzig, sie kommt aus Leipzig (lacht).

Bartek:  Ich erinnere mich immer sehr gerne an Münster, Köln – klaro, und auch Leipzig. Im Norden – voll klischeemäßig – und in der Schweiz, da gehen die Leute nicht so ab. Die fühlen die Orsons noch nicht so richtig.

 

Wart ihr privat schonmal in Leipzig?

Bartek: Hypezig sagt man ja mittlerweile oder? Vor nem halben Jahre haben wir einen kurzen Nachmittags-Abstecher in Leipzig gemacht.
Kaas: Wir waren im Casino, ich hab 60€ verloren ...
Bartek: und und, wir haben neben so nem geilen Gebäude geparkt. Irgend so ein Anwaltshaus oder so ...

 

Das Bundesverwaltungsgericht? 

Bartek: Oh ja (lacht). Genau! Unser Manager schaut uns gerade etwas skeptisch an (lacht).



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