Küche einhundert siebenundachtzig in leipzig, neueröffnung in leipzig

Eröffnet am 06. November 2010 in Wittenberg bei Leipzig

Die "Küche einhundert siebenundachtzig"

01.11.2010

Es ist an der Zeit, die alteingesessene Klubkultur etwas zu revolutionieren. Dem edlen, sauberen Techhouse, dem tradintionell schmutzig klingenden Techno, dem knackigen Electro und der treibenden House Musik eine Lobby zu bieten, den diese Musik längst verdient hat.

 

Küche einhundert siebenundachtzig in leipzig, neueröffnung in leipzig
Grosse Festivals werden zu Ehren der Tanzmusik des 3. Jahrtausends gegeben zu denen Hunderttausende ihren Adrenalinschüben freien Lauf lassen und sich eines der schönsten Lebensgefühle entfaltet - Die Freude am Tanzen. Die hohe Kunst der Tanzmusik und der Klubkultur ist zur Zeit noch das Privileg, abgefuckter Klubs, versüffter Fabrikhallen oder viel zu kalten Bunkern, in denen man sich nach einer durchtanzten Nacht, die Klamotten versaut hat, Herpes an der Lippe blüht, weil man sich beim pinkeln total geekelt hat oder man die nächste Woche flachliegt mit einer fetten Grippe. Das hat nach unserer Auffassung sehr wenig mit Lebensgefühl und der Huldigung unserer Musikkultur zu tun. Natürlich ist sie nun mal in einem solchem Ambiente entstanden und hat auch gerade dadurch ganze Generationen in Ihren Bann gezogen, aber wer von uns telefoniert heute noch mit einem Telefon was eine Wählscheibe hat oder hört sich Kassetten an. Dazu kommt natürlich leider auch, daß viele Veranstalter und Betreiber mit unserem Lebensgefühl eine schnelle Mark machen wollen, bei deren Geschäft es wichtig ist Aufwand und Profit in Einklang zu bringen. Gerade diese Veranstalter wollen uns gern glauben machen, dass es wichtig für unsere Musikkultur ist, in eben diesen abgefuckten und dreckigen Locations zu feiern. Das liebe Freunde, hat aber nur was mit Faulheit, Mangel an Kreativität und absurder Geldgier zu tun. Stellen wir uns doch die Frage, warum einige Väter unserer Musikkultur damit begonnen haben Techno mit Sushi zu verkaufen. Natürlich soll es auch hierbei ordentlich in der Kasse klingeln, aber die Grundidee ist vorwiegend – Weg vom Dreck. Du kannst Dich viel besser dem Eigentlichen (der Musik) widmen und bist weniger mit Dir selbst beschäftigt.

 

Du kannst Dein Lebensgefühl, Deine Musik viel besser auf einer weißen Ledercouch genießen, als auf einem Floh- oder Milbenverseuchtem Sofa vom Schrottplatz. Du kannst auf einem richtigen Klo scheißen gehen und Dir danach die Hände waschen und im Spiegel Deine Frisur checken. Du investierst Deine schwer verdiente Kohle in Drinks aus sauberen Gläsern. Nur so rückt das Wichtigste wieder in den Vordergrund, die Musik! Es wird vermeindlich einige, alte Klubhelden geben, die der Meinung sind wir würden unsere Musikkultur verkommerzialisieren. Diese werden wohl auch versuchen, mit ach so schlauem Gequake unsere kleine Revolution im Keim zu ersticken. Entscheidend für das Gelingen ist aber die Auswahl unseres musikalischen Programms und noch mehr Du selber als Verbraucher.

 



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