Leipziger Bands im Fokus: Pack of Foxes

Leipziger Bands im Fokus: Pack of Foxes

Das Herz von Coldplay und die Eier von Muse

12.05.2016

Füchse sind keine Rudeltiere – oder vielleicht doch? Die Leipziger Musiker Robert, Aaron und Marius jedenfalls haben sich zum „Pack of Foxes“ zusammengetan. Das Fuchsrudel streift seit 2015 und in aktueller Besetzung seit Anfang 2016 durch die Bühnenlandschaft und bringt tanzbares „Frischfleisch“ aus dem Bau der Berufenen in den Wald der wundervollen Töne.

 

Leipziger Bands im Fokus: Pack of Foxes
Drei Füchse steh'n im Wald ...?
Ok, genug des Versuchs der besonders literarischen Vergleiche ... Im Hier und Heute haben Pack of Foxes gerade ihr erstes Musikvideo zum Song „Universes Sound“ veröffentlicht. Gedreht wurde dieses als One Shot im Leipziger Westbad und macht definitv gespannt auf das, was von den Jungs aus der Ecke Inide-Rock/-Popk noch so kommen wird. Robert (Gesang, Gitarre) und Marius (Schlagzeug) haben sich während ihrer Ausbildung an der Musifa Musikakademie kennengelernt und kommen aus verschiedenen Richtungen bzw. Projekten.

Die Idee zum Fuchsrudel hatte Robert: „Pack of Foxes ist ja noch ein relativ kleines Füchschen, also ein frisches Projekt, das aber mehr oder weniger aus der Band Teenitus entstanden ist. Wie der Name schon sagt, war die Musik sehr teenielastig und auch für Kids zwischen 11 und 15 Jahren gedacht. Mit 16, 17 war das total geil, mit 18 war es auch noch cool, mit 19 tat es langsam weh und mit 20 ging es nicht mehr.“ Deswegen musste ein neues Image her. „Wir sind dann in der Tierwelt hängen geblieben und fanden Fuchsrudel cool. Denn jeder macht viel so für sich, aber dennoch funktionieren wir gut zusammen.“ 

 

Schlage(r)nde Argumente


2015 entstand bereits ein Album in alter Konstellation, seit kurzem ist Bassist Aaron als neuer Dritter an Bord. „Derzeit haben wir uns noch nicht wieder ins Songwriting gestürzt, weil wir die älteren Songs aufarbeiten. Generell entstehen unsere Leider aber als eine Art Mitbringparty – jeder hat was in petto.“ Marius: „Es gibt einen gewissen Baukasten, aus dem wir auch nicht stark ausbrechen, weil es sich so bewährt hat. Mir ist selbst aufgefallen, dass ich Songs, die ein bisschen einfacher strukturiert sind, auch lieber höre als Songs, die komplex sind. Kommt natürlich auf die Musikrichtung an. Wenn eine klare Teilung da ist, finde ich das nicht schlimm, also wenn ein Song jetzt nicht durch seinen Aufbau überrascht, sondern durch die Parts an sich. Das hört man auch bei unseren Songs.“ Robert ergänzt: „Ja, also von der Struktur her könnte man auch Schlager dazu sagen.“ Marius lacht etwas beschämt und fügt hinzu: „Einfach heißt nicht, dass die Teile einfach sein müssen, dass einzelne Teile oder die Melodie einfach sein müssen, aber dass der Song an sich kein siebenminütiges Gitarrensolo besitzt oder so. Der Hörer soll nicht aus seinem Flow fliegen. Ich mag auch komplexere Musik, aber das ist eher in Richtung Musik für Musiker.“ Robert grinsend: „Also bei uns ist immer 3:30 Hitlänge. Obwohl ... „Universes Sound“ ist vier Minuten lang.“ Oha! Apropos Sound, als ihre Einflüsse sehen die Füchse u.a. Coldplay, Blink 182, Greenday sowie Muse.

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Universes Sound – 11.4.2016

 

Und, wie wird sich live durchgefuchst?


Marius: „Vor jedem Song denke ich erstmal: Ist die richtige Klickgeschwindigkeit eingestellt?“ Robert: „ Ja, die technische Vorbereitung ist natürlich das A und O. Sobald aber der Song beginnt, steigere ich mich rein. Erst bist du bei jedem Ton oder Schlag voll dabei. Wenn du aber den ersten Song gespielt hast, merkst du, dass du immer weniger an den Auftritt denkst, sondern es ist immer mehr dieses Leben, ein richtiges Songgebähren. Ansonsten moderiere ich viel und laber auch rum, damit die Leute gute Laune kriegen, Bock zum Tanzen haben und nach unserem Programm zufrieden sind, sich denken: ,Hey, der hat ja viel gelabert, und die Musik war auch gar nicht so schlecht.`

 

Robert und Marius, vervollständigt diese Sätze!


Mit Leipzig verbindet mich ...

Marius: Schlagzeug ... und meine Freunde. 

Rob: ... die Fußstapfen meines Vaters. Er hat hier früher auch Musik studiert.

 

Ich kann überhaupt nicht ...

Marius: ... malen.

Rob: ... kochen.

 

Für einen Tag wäre ich gern mal ...

Beide: ... eine Frau

Rob: Ist das jetzt doof? Dann warte mal ... Jan Böhmermann. (Raunen durch den Raum: Echt? Jetzt? Jetzt gerade?) Ja, Ich würd gern mal wissen, wie scheiße man sich fühlen kann.

 

Mein bester Musik-Moment war,  ...

Marius: ... als ich entdeckt habe, wie man System übt. Das hat mir innerhalb von einer Stunde am Schlagzeug ganz viele Sachen ermöglicht, das war wie so ein Schalter.

Rob: ... eine Live-Show zu Teenitus-zeiten. Wir hatten viele Mitmach-Parts. Das hat manchmal auch geklappt ;) Und bei einem war das richtig gut, die waren voll happy und dabei. Und die haben richtig mitgesungen, sodass wir auf der Bühne jeden hören könnten. Und die haben nicht aufgehört, als wir fertig waren. Das war krass für uns. 

 

Wenn ich nicht Musik mache, ...

Marius: ... dann fahre ich Fahrrad, so mit Tricksen ...

Rob: Warte, ich mach dir vor (hüpft sitzend auf seinem Stuhl hin und her und versucht Kunststückchen). Nicht damit in Berührung zu kommen ist schon schwer. Aber dann verbringe ich Zeit mit meiner Freundin oder geh Auto waschen.

Marius: Oh ja, das ist so ein typisches Robert-Ding! „Oh, ist hier ein Kratzer, das kann nicht sein! Ich fahr mal waschen und guck, ob es wirklich ein Kratzer ist.“



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