Leipziger Musiker im Fokus: Jante

Leipziger Musiker im Fokus: Jante

„Als Musiker ist die Straße hart“

04.02.2018
Autor: Anna Heinze

Um als Straßenmusiker sein Geld zu verdienen, kam Jante im April 2016 nach Leipzig. Mittlerweile kann er über 110 Konzertauftritte, eine veröffentlichte Debüt-EP und den Music Vision Award unter seinen Erfolgen im letzten Jahr verbuchen.Wir treffen uns mit Jan Thierfelder aka. Jante, dem, wie wir schnell feststellen, sympathischen Singer & Songrwriter, in einem kleinen Café, um uns seine ungewöhnliche Geschichte erzählen zu lassen. „Ich habe erst relativ spät angefangen, Musik zu machen. Mit 18 Jahren gründeten wir unsere erste Band und mit Anfang 20 habe ich mir selbst das Gitarrespielen beigebracht.“ 

 

Leipziger Musiker im Fokus: Jante
Die Zeit als Straßenmusiker in Irland war die Geburtsstunde von Jante.
Wie bei so vielen Musikern genügte Jante das Alltagsleben nach einiger Zeit nicht mehr. Im April 2016 zog der ursprünglich aus dem Erzgebirge stammende Sänger nach Leipzig. „Ich bin eine Zeit lang als Straßenmusiker durch Irland gereist. Diese Reise hat Jante geboren. Auch nach Leipzig bin ich vorerst gekommen, um auf der Straße zu singen. Doch nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass das gar nicht mehr nötig war, weil immer mehr öffentliche Anfragen für Auftritte kamen. Als Musiker ist die Straße hart und manchmal undankbar. Ich habe viele Male Coversongs gesungen, da meine eigenen Lieder für vorbeilaufende Passanten oft zu ruhig sind. Wenn du auf der Bühne stehst, und das vor allem bei kleinen Wohnzimmerkonzerten, ist die Stimmung viel intimer. Die Leute hören dir zu und achten auf deine Texte.“ Und genau diese zeichnen den Musiker aus. In seinen deutschen Popsongs geht es um Sehnsucht, Intensität, Liebe, Nähe und andere Emotionen. Jante tritt als klassischer Singer/Songwriter auf, meist aber gemeinsam mit Tim Bergelt (Gitarre, Mandoline, Ukulele) oder in kompletter Bandbesetzung.

Deutsche Texte brauchen Mut

 

Auf unsere Frage, inwiefern Jante sich von anderen deutschen Popsängern unterscheidet, antwortet er wie aus der Pistole geschossen: „Ich hatte immer ein bisschen Angst davor, deutsche Texte zu schreiben. Wenn du auf Deutsch singst, verstehen deine Zuhörer plötzlich jedes Wort und man läuft Gefahr, nach Schlager zu klingen. Im Englischen kannst du schreiben, was du willst. Es klingt immer gut. Ich gebe in meinen Songs sehr viel von mir preis und manchmal kostet das Überwindung. Gerade deswegen habe ich sehr hohe Ansprüche. Der Unterschied zwischen mir und vielen anderen Künstlern ist, dass ich den Inhalt der Texte nicht zu konkret mache und den Leuten somit nicht die Fantasie nehme, den Song für sich selbst zu entdecken. Jeder sollte die Freiheit haben, etwas anderes mit einem Lied verbinden zu können.“

Auch 2018 hat Jante einiges geplant. Eine weitere EP und jede Menge Konzerte stehen an. Der nächs-te Liveauftritt findet am 13. Februar im Elsterartig statt. Jante steuert auf die großen Bühnen zu: „Ich will Musik machen, die viele Leute anspricht und freue mich darauf, bald wieder mit Band aufzutreten.“ Wir freuen uns ebenfalls!

 

Mehr Infos über Jante und künftige Auftritte erhaltet ihr unter www.jantemusic.de



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