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Rückblick zur Literaturparty des Jahres

Sputnik Litpop 2011

20.03.2011

Wann hat man schon mal die Möglichkeit, das Rathaus seiner Stadt als Partylocation zu erobern? Die Litpop und die Stadt Leipzig machen es alljährlich möglich! 

 

So öffnete zum bereits fünften Mal das Leipziger Rathaus seine Türen, um auch den Nachtschwärmern der Stadt die Möglichkeit zu geben, Teil des Erlebnisses Buchmesse 2011 zu werden. Kaum die Traube am Eingang überwunden, bietet sich ein imposantes Bild. Die einhundert Jahre alten Balustraden und Säulengänge brechen die Lichtinstallationen und erzeugen etwas für ein Rathaus komplett ungewöhnliches: loungige Gemütlichkeit. Mit dem ersten Drink in der Hand streift man bald von Lesung zu Lesung, leider auf Grund der Hallenakustik immer nach der richtigen Position suchend.

 

Literarisch bietet sich ein bunter Mix aus regionalen Größen wie Julius Fischer, Besuchern des Poetry-Slams in der Destillery wohl bekannt, bis hin zu dem MTV-DJ und Neuliteraten Markus Kavka. Dieser sorgte bei der Lesung seines Erstlings „Rottenegg“ für den größten Ansturm und mit seinem unverstellten, trockenen Humor für einige Lacher. Gerade der „Tipp“ den Lieblingsautoren durch Buchklau auf der Messe zu pushen, wird vielleicht noch für Trubel sorgen.

 

Doch schon bald schiebt sich die Masse weiter zu Clueso, dem inoffiziellen musikalischen Headliner der Veranstaltung. Clueso gibt wie immer alles. Seine Band hat er an diesem Abend aus jungen Leipzigern zusammen gestellt, was ihm spätestens hier die Sympathie des Saales einbringt. Auch wenn das Publikum sein Engagement nur bedingt honoriert, denn auch sein Auftritt dient vielen Geprächen nur als Hintergrunduntermalung. Generell liegt im Vorteil der Location auch ihr Nachteil- die großzügigen Räume sorgen dafür, dass man unfreiwillig akustisch an allen Auftritten gleichzeitig teilnimmt. Nachdem noch Großstadtgeflüster das Publikum begeistert haben, feiern die meisten Tanzwütigen sich selbst und den Abend bei souliger Untermalung des Polyesterclubs bis in die frühen Morgenstunden. Es bleibt die Erkenntnis das man Literatur noch mehr Bühne bieten sollte, es lohnt sich.



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