RB Leipzig gegen St. Pauli: 38.660 Zuschauer

RB Leipzig in Sandhausen: Zweiter Auswärtsdreier muss her

Teigl: "Wir müssen einfach mindestens ein Tor mehr machen als die anderen.“

28.11.2014

Nach dem 4:1-Sieg gegen St. Pauli muss RB Leipzig nun nach Sandhausen und will seinen erst zweiten Auswärtsdreier in dieser Saison holen. Die Chancen stehen nicht schlecht. In der Tabelle steht der SVS auf Rang 14, die Leipziger hingegen auf Platz 5, punktgleich mit dem viertplatzierten 1. FC Heidenheim (23).

Georg Teigl von RB Leipzig
Georg Teigl: „Mir ist wurst, ob ich vorne oder hinten stehe“
Doch Cheftrainer Alexander Zorniger – kein Freund von voreiligen Aufstiegsvisionen und Kampfansagen – sieht die Roten Bullen trotz tabellarischer Überlegenheit nicht als Favorit. Schließlich habe Sandhausen gegen Gegner wie Greuther Fürth (10.) und 1860 München (12.) gewonnen und Unentschieden gegen Teams wie Karlsruhe (6.) Kaiserslautern (8.) gespielt. Allein das zeige, wie stark Sandhausen sei, so Zorniger. „Entscheidend wird sein, mit welcher Intensität wir den SVS bespielen können.“ 


Teigl: „Mir ist wurst, ob ich vorne oder hinten stehe“


RBL-Spieler Georg Teigl sieht das Ganze pragmatisch und philosophiert in Phrasenschwein-Manier: „Es wird Zeit für einen Dreier in der Ferne. Wir müssen einfach mindestens ein Tor mehr machen als die anderen.“ Stimmt. Hört sich eigentlich ganz simpel an, seine Strategie. Doch die ging in den letzten Auswärtsspielen nicht auf. Besonders in Darmstadt zerlegten die Aufsteiger um Dominik Stroh-Engel die RB-Spielphilosophie mit ihrem Langpassspiel. Ob der Allrounder Teigl lieber vorne als hinten spiele, beantwortet Teigl als Mann einfacher Lösungen wie folgt: „Das ist mir eigentlich wurst.“ Ob als Stürmer oder als Verteidiger, er möchte seinen Job einfach gut machen, so der 23-Jährige, der sich im Spiel gegen Düsseldorf als hervorragender Aushilfsstürmer machte.
Rani Khedira wird dieses Mal aufgrund der Gelbsperre nicht auflaufen. Laut Zorniger werden entweder Dominik Kaiser oder Diego Demme auf die zentrale Sechs rutschen. Zusätzlich gebe es noch die Option, dass Niklas Hoheneder wieder in der Innenverteidigung spielt und Tim Sebastian ins defensive Mittelfeld rücke. Außerdem habe er mit Spielern wie Zsolt Kalmár, Stefan Hierländer und Sebastian Heidinger noch einige Optionen.

 

Auswärtsbilanz soll aufgehübscht werden – mithilfe von Fans

 

RB Leipzig gegen St. Pauli: 38.660 Zuschauer
Bei der Heimpartie RB Leipzig gegen St. Pauli fanden 38.660 Zuschauer ins Stadion
Bei bisher fünf Auswärtsspielen stehen auf dem Bullenkonto fünf Punkte mit einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen – was Platz 11 in der Auswärtstabelle macht. Doch laut Zorniger hätten seine Jungs mit den Spielen in München und Düsseldorf gezeigt, dass auch auswärts sehr gute Leistungen abgerufen werden können. „Es ist demnach nicht der Fall, dass wir auswärts einen kompletten Durchhänger hatten.“ Doch bekanntlich hat der Leipziger Club in Zukunft ja so einiges vor. Auch wenn der Verein zum Thema Durchmarsch nichts mehr sagen noch hören möchte – allen voran Trainer Alexander Zorniger. Er hat besonders nach den letzten Niederlagen danach gestellte Fragen vehement abgewehrt und betont, dass niemand ernsthaft glauben könne, dass das in dieser Saison geschehen werde und schon gar nicht müsse ...

Dass es durchaus ein Zuschauerinteresse in Leipzig gibt, auch wenn dies deutschlandweit immer wieder angezweifelt wird, hat die letzte Heimspielpartie gegen die Kiezkicker St. Pauli gezeigt. 38.660 Zuschauer fanden den Weg in die Red Bull Arena, darunter zahlreiche Pauli-Fans, die sich bewusst gegen einen Spielboykott entschieden hatten. Dass es nur mit der Unterstützung der Fans geht, oder zumindest besser, ist auch RB Leipzig klar. Deswegen gibt’s auch ein kleines Adventsgeschenk, spendiert aus der Mannschaftskasse. Die Mitfahrt in den Fan-Bussen übernimmt die Mannschaft als Dankeschön an die Anhänger. Wer auf diesem Weg mitmöchte, kann sich noch heute bis 20 Uhr im Red Bull Shop dafür anmelden.

 

Spiel(er)infos:

Rani Khedira kassierte gegen St. Pauli seine fünfte Gelbe Karte und fehlt in Sandhausen gesperrt. Joshua Kimmich trainiert wegen Problemen der Bauchmuskulatur weiterhin individuell und fällt gegen Sandhausen aus. Clemens Fandrich hat seine Prellung des Beckenkamms auskuriert und ist wieder einsatzfähig. Daniel Frahn steht bei vier Gelben Karten und müsste bei der nächsten Verwarnung ein Spiel aussetzen.
Ausfälle: Joshua Kimmich, Mikko Sumusalo, Fabian Franke, Henrik Ernst, Rani Khedira 

Was: 15. Spieltag 2. Bundesliga – SV Sandhausen (14.) gegen RB Leipzig (5.)
Wann: Sonntag, 30. November 2014 um 13:30 Uhr
Wo: Hardtwaldstadion in Sandhausen 



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