Rezension: We Love Code! Das kleine 101 des Programmierens

Buchrezension: We Love Code! Das kleine 101 des Programmierens

Digitaler Wegweiser

19.04.2016

Introvertierte und sozial verkümmerte Nerds mit stapelweise Pizzakartons am Laptop, leeren Colaflaschen in der Ecke und Chipsresten in den Mundwinkeln – so ein gängiges Klischee über Programmierer. Wie vielschichtig und spannend diese Welt tatsächlich sein kann, zeigen Julia Hoffmann und Natalie Sontopski in ihrem Buch „We love Code!“.
 

Inhalt

Rezension: We Love Code! Das kleine 101 des Programmierens
Julia Hoffmann & Natalie Sontopski "We Love Code! Das kleine 101 des Programmierens" • ISBN 978-3-7338-0404-6 • 192 Seiten • 16,95€
Ob Smartphone-Wecker, Ticketautomat oder Online-Bestellservice: Wir alle sind von Computerprogrammen umgeben und kaum ein Lebensbereich kommt noch ohne sie aus. Allerdings haben Viele nicht die geringste Ahnung, wie diese Systeme eigentlich arbeiten. Dabei wären zumindest Grundkenntnisse ihrer Funktionsweise in einer immer mehr durchdigitalisierten Welt von Vorteil, meinen Hoffmann und Sontopski, beide Mitglieder der in Leipzig ansässigen Lerngruppe der Code Girls. Ihr Buch We Love Code!“ soll dem als entspannter Einstieg für völlige Neulinge der Materie entgegenwirken und das geheimnisvolle Programmieren näherbringen.

 

Aufbau

Nach einem kleinen Exkurs in die Entwicklungsgeschichte des Computers und sein Innenleben beleuchten Hoffmann und Sontopski, was Programmiersprachen eigentlich sind, stellen einige ausgewählte davon näher vor und entführen uns in die Geheimsprache der Programmierer. Ein individueller Test, welche Programmiersprache am besten zu einem passt, gehört ebenso dazu wie Einblicke ins Leben von Hackern und in die Biographien von Computer-PionierInnen. Auch Fragen der Datensicherheit und -ausspionierung werden kritisch beleuchtet. Zum Schluss warten hilfreiche Tipps, Links für Lernprogramme zum Programmieren und Literaturhinweise.

 

Stil

Dank seiner lockeren und einfachen Umgangssprache jenseits von Fachchinesisch liest sich das Buch hervorragend.

 

Fazit

Hoffmann und Sontopski haben mit ihrem Buch ein höchst interessantes und überdies verständliches Werk über eine Welt abgeliefert, die manchen von uns immer noch fremdartig erscheint und mit vielen Klischees behaftet ist. Wer „We Love Code“ liest, könnte nun noch einmal ins Grübeln kommen: Ist es möglich, dass die Mehrheit von uns (unbewusst) schon einmal programmiert hat? Muss man als Programmierer ein Mathe-Ass sein? Wer sind diese Hacker eigentlich? Tun sie immer böse Sachen oder können sie im Gegenteil sogar höchst ethische Grundsätze haben? Und was hat eine der vielen existenten Programmiersprachen mit der britischen Kult-Komikertruppe Monty Python zu tun?
Wer Antworten auf diese und viel mehr Fragen sucht, wird mit „We Love Code“ gewiss seine Freude haben. Sympathiepunkte sammelt das Buch nicht zuletzt durch seinen erfrischend-humorvollen Schreibstil und den Umstand, dass die Autorinnen gerade beim heiklen Thema Datenschutz auch ihr eigenes Verhalten kritisch reflektieren, statt mit platter Belehrungsattitüde des Zeigefingers von oben herab zu agieren. Alles in allem ist „We Love Code!“ daher eine angenehme Lektüre, die jedem Interessierten als erster Zugang in einen geheimnisvollen, ja kryptisch anmutenden Kosmos ans Herz gelegt sei. 



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