Die Leipziger Handballer erarbeiteten sich den besten Saisonstart Heimsieg gegen Stuttgart: SC DHfK Leipzig ist vorübergehend Tabellenführer

Der SC DHfK Leipzig hat gegen den TVB Stuttgart den 3. Sieg im 3. Saisonspiel eingefahren und steht vorübergehend auf dem 1. Tabellenplatz der LIQUI MOLY HBL!

Die Männer des SC DHfK Leipzig hatten mit den Füchsen Berlin und GWD Minden zwei Gegner geschlagen, die schon in der vergangenen Saison zuhause beziehungsweise auswärts bezwungen worden waren. Doch die körperkulturellen Handballer wollen sich gegenüber der letzten Spielzeit steigern, mehr Punkte und einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Aus dieser Sicht musste gegen den TVB Stuttgart gewonnen werden. Denn die Grün-Weißen hatten das Heimspiel in der letzten Saison gegen die Bittenfelder mit 26:27 Toren verloren…

© Rainer Justen

Dass die momentan im Umbruch befindlichen Bittenfelder kein leichter Gegner sind, wurde in der Anfangsphase klar. Da vernagelte der deutsche Nationalspieler Johannes Bitter (144 Länderspiele) seinen Kasten, trugen Max Häfner und Patrick Zieker ganz gefährliche Angriffe vor, zeigte der lange Adam Lönn, weswegen der schwedische Rückraumschütze in die schwäbische Metropole gelockt worden war. Die Bittenfelder stellten die Gastgeber vor einige interessante Aufgaben und lagen 0:3 beziehungsweise mit 7:10 Treffern vorn. Sie hätten den Vorsprung auch ausbauen können. „Wir hatten eine sehr, sehr gute Leistung geboten, hätten mit einer Führung in die Pause gehen müssen“, schätzte Jürgen Schweikardt, der Trainer der Gäste, zutreffend ein.

Doch die Gastgeber, die in den letzten Spielen schon größeren Rückständen hinterhergelaufen waren, hatten unmittelbar vor dem Seitenwechsel sechs wahnsinnige Minuten zu bieten. Da stand die grün-weiße Abwehr felsenfest, da konterten Lukas Binder und Lucas Krzikalla die Schwaben regelrecht aus, konnte Philipp Weber den dritten Siebenmeter der Gastgeber verwandeln und anschließend einen Schlagwurf im gegnerischen Kasten unterbringen. Prompt lagen die einheimischen Handballer mit 13:11 Toren vorn. Das Halbzeitresultat lautete 14:13.

Die grün-weißen Handballer bauten den Vorsprung nach dem Seitenwechsel weiter aus. Marko Mamic traf mehrere Male aus dem Rückraum und Maciej Gebala vom Kreis. Auch Franz Semper und Torwart Jens Vortmann, der eine sehr solide Leistung zeigte, avancierten zu wichtigen Torschützen des Spiels. 17:13, 20:17, 23:19, 26:22. Trainer André Haber sah insbesondere in der geschlossenen Mannschaftsleistung den Schlüssel zum zweiten Heimsieg in der laufenden Saison: „Wir können unsere Aufgaben auf viele Schultern verteilen und immer wieder neue Akzente setzen!“ Tatsächlich brachten auch Luca Witzke und Viggó Kristjánsson in die einheimische Offensive enormen Schwung. Außerdem hielt Joel Birlehm einen Siebenmeter und einen Rückraumwurf des kroatischen Robert Markotic fest.

Trotz dieser scheinbar sicheren Führung fühlte sich André Haber keinesfalls sicher: „Es war ein regelrechter Arbeitssieg!“ Denn die Bittenfelder wollten nicht aufgeben, brachten anstelle des Torwarts einen zusätzlichen Feldspieler und konnten mehrmals den Anschluss herstellen. Doch dann standen die Gäste – trotz laufender Zeitstrafe – mit sieben „Appelmännern“ auf der Platte. Das passierte den Bittenfeldern (es gibt eine köstliche Apfelsorte dieses Namens) zwei Mal hintereinander. So konnten sie natürlich nichts holen. Die Begegnung endete 31:28 aus sächsischer Sicht. Mit diesem Ergebnis erreichte der SC DHfK Leipzig seinen besten Saisonstart in der Bundesliga seit 1966.

Spielbericht: Leutzscher Welle 

Das nächste Heimspiel des SC DHfK Leipzig findet am 15.9.2019 gegen FRISCH AUF! Göttingen in der ARENA Leipzig statt.

www.scdhfk-handball.de