The toten Crackhuren im Kofferraum

The toten Crackhuren im Kofferraum im Interview

Ein möglichst doofer Name und ’ne große Fresse

03.09.2013

The toten Crackhuren im Kofferraum (TCHIK) haben wichtige Termine in diesem Monat: Zuerst beehren sie am 7. September 2013 Leipzig beim Sternburg Fanfest, und beim Bundesvision Song Contest (BuViSoCo) treten die Crackhuren am 26. September für Sachsen an. Vorab haben wir mit Sängerin Luise Fuckface gesprochen.

The toten Crackhuren im Kofferraum
Luise Fuckface (u.r.) will den ersten oder letzten Platz beim BuViSoCo belegen
Du wirst die erste Fragen sicherlich erahnen: Warum dieser Bandname?
(lacht) Da kann ich gar nicht so eine spannende Geschichte erzählen. Wir waren einfach betrunken und dann war er plötzlich da. Ich weiß noch, wir saßen auf dem Balkon und haben sehr viel Rotwein getrunken und die ganze Zeit darüber philosophiert, wie es wäre, eine eigene Band zu haben. Wir haben uns möglichst viele dumme Namen ausgedacht. Da gab es auch ganz viele andere wie z.B. Gartenarbeit 2000 und so ein Scheiß. Aber dann ist es eben The toten Crackhuren im Kofferraum geworden.

Wie beschreibst du euren Sound?
Hmm... der Sound ist schwierig zu beschreiben... vielleicht Schlagerpunkelectro?!

Schlager?
Ja, finde ich schon. Die Melodien sind sehr poppig und vom Text her ist es auch teilweise belanglos doof, was ja beim Schlager schon das wichtigste Merkmal ist.

Der Bandname, Luise Fuckface, eure extremen Live-Shows... Alles nur Kalkül?
Eigentlich sind wir gar nicht so krass. Wir machen eine Cheerleader-Show, nur dass wir halt nicht aussehen wie Cheerleader, sondern eher ein bisschen abgefuckt. Wir holen da keine Eingeweide raus – (überlegt) doch haben wir auch schon gemacht. Der Bandname sollte einfach möglichst doof sein.

Ihr nehmt beim BuViSoCo für Sachsen teil? Was habt ihr als Berliner Band mit Sachsen zu tun?
Wir sind ja eigentlich gar keine Berliner Band. Ich glaube, ich bin die einzige richtige Berlinerin in der Gruppe. Wir wohnen halt nur alle in Berlin und machen hier die Musik, weil man hier jeden Quatsch machen kann. Wir haben Bandmitglieder aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Thüringen und Hamburg... Deswegen haben wir alle abgestimmt, für welches Bundesland wir uns bewerben und da ist es Sachsen geworden.

 

"Wir hatten immer Schiss vor Stefan Raab"

 

Bewirbt man sich für den Song Contest oder wird man angeschrieben?

Wir haben uns beworben. Wir hatten die Idee schon ein paar Jahre vorher, aber irgendwie hatten wir dann immer Schiss, vor allem vor Stefan Raab. Und dieses Mal haben wir gedacht, ach Scheiß drauf, wir probieren es einfach mal.

Wenn du soviel Schiss vor Stefan Raab hast, was machst du denn dann, wenn ihr bei ihm zu Gast bei TV Total seid?
Na ich werde mega aufgeregt sein. Ich muss mir vorher auf jeden Fall so ein Piccolöchen reinhauen, damit ich überhaupt irgendwas rauskriege.

Wie, denkt ihr, schneidet ihr ab?
Ich weiß nicht (lacht). Also eigentlich ist mir das auch wurst. Also was heißt wurst, ich will nicht letzter werden. Obwohl: entweder erster oder letzter. Ich glaube, letzter ist auch voll OK, wenn man es dann cool macht. Aber die letzten drei Plätze gehen immer so ein bisschen unter. Also, wenn dann letzter aber mit komplett null Punkten.

Auf wen freust du dich beim BuViSoCo?
Auf jeden Fall auf MC Fitti. Weil der auch so ein Pleppo ist und sich nicht so ernst nimmt – so was mag ich. Keule, die für Brandenburg antreten, sind Freunde von uns, die finde ich ganz super. Mega! Mega! treten auch an, die mag ich auch sehr gerne. Da gibt’s schon ein paar coole Leute. Max Herre stehe ich nicht drauf, das ist mir zu langweilig, was der macht. Ich mag auch seine Frisur nicht so gerne. Auch Xavier Naidoo finde ich ganz schlimm, weil der immer so hässliche gelbe Sonnenbrillen trägt – die machen mich wirklich richtig wütend. Bosse ist auch da. Der ist voll nett. Auch wenn man seine Musik vielleicht Scheiße findet, aber man kann den an sich gar nicht Scheiße finden, weil der so mega sympathisch ist. Ich glaube auch, dass der gewinnt. Ich will jedenfalls nicht, dass Max Herre gewinnt (lacht).

Mal ehrlich: Nach Singles wie „Klaus“, haben Männer Angst vor euch?
Ja, (lacht) definitiv, haben sie. Oft überspielen sie es mit angeblichem Super-Selbstbewusstsein. Viele Typen denken auch, dass sie besonders cool und stark rüberkommen, wenn sie uns beleidigen oder so ein bisschen ärgern, wie früher in der Schule, wenn man in jemanden verliebt ist, den dann kneift oder so. Und dann denken die, dass man ein bisschen darauf abfährt – aber ich kann das allen Männern sagen: das ist nicht so! Und vor uns braucht man auch gar keine Angst haben, weil wir eigentlich nur ‘ne große Fresse haben (lacht).

 

Infos:

• Am 7. September 2013 kommen The toten Crackhuren im Kofferraum nach Leipzig zum Sternburg Fanfest.

• Bei TV Total stellen TCHIK am 11. September 2013 ihren Song "Ich brauch' keine Wohnung" vor.

• Am 26. September 2013 treten die Crackhuren beim BuViSoCo in Mannheim für Sachsen an.



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