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Was ist zu tun, wenn nix zu tun ist? Gedanken aus der urbanite-Redaktion

#Corontäne

01.04.2020

Drei Gedanken(k)reisen aus dem urbanite-Team.

 

Bianca: Der Frühling kommt trotzdem.

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Ja, der Natur ist dieses Virus (zum Glück) ziemlich wurst. Sie erblüht und erstrahlt im Glanz der Sonne und den milden Temperaturen. Ich werde es also tun, wie ich es immer tue und meine täglichen Runden mit meinem Hund drehen, solange ich kann. Ob ihr den Scherbelberg erkundet in seiner Vielfalt und seinen Schleichwegen, der Elster einfach mal bis ins Abendrot folgt oder den Bärlauch in unbekannten Waldgebieten jagt – lauft halt einfach los und schaut, wo ihr landet. So mache ich das gerne: ich starte in eine Richtung, mit möglichst viel Grün und wenig Asphalt, bis ich nicht mehr so genau weiß wo ich bin. Und dann gucke ich, ob ich von allein wieder nach Hause finde oder das Handy zücken muss. Ein bisschen Stadt-Abenteuer quasi. Keine Zeit ist jedenfalls keine Ausrede mehr! Und gehend die Stadt und ihre Umgebung zu entdecken, kann zudem sehr beruhigend und meditativ sein. 

 

Zu Hause habe ich mir ein kleines Quarantäne-Lager eingerichtet: die Schlaffunktion der Couch geweckt, alles mit Decken und Kissen ausgestattet, den Beistelltisch zum Esstisch erklärt, die Yogamatte ausgerollt, Bücher zum Lesen und Rotwein zum Trinken bereit gestellt. Sollten die Chill-Ideen ausgehen, freut sich meine Wohnung über den nächsten Komplettputz, findet sich sicher ein Kleiderschrank zum Ausmisten und Fotos sowie Musik auf dem Computer, die mal sortiert werden könnten. In Erinnerungen schwelgen ist dabei erlaubt und erwünscht!

 

Anne: Lach doch mal!

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Wisst ihr noch, als alles „normal“ war? „Keine Panik!“ nicht das neue „Lach doch mal!“ und wir weniger Corona, sondern Freizeit-Stress fürchteten? Das waren noch (Krisen-)Zeiten! Aktuell sehen wir uns eher mit neuen, ja, ganz anderen gesellschaftlichen Problemen konfrontiert; mit Verhaltensweisen, die mehr so die unvorteilhaften Seiten der Menschheit betonen – #Hamsterkäufe. Ob das unter solidarischer Isol- und Relaxation zu verstehen war? Ein Blick in meinen engsten „Corontäne“-Kreis verrät mir hingegen, dass nicht alle Familienmitglieder plötzlich quälende Langeweile verspüren. Insbesondere diejenigen, die unsere (medizinische) Versorgung aufrechterhalten, sind auf Hilfe angewiesen – beispielsweise bei der Kinderbetreuung. Topfschlagen, in der Wohnung Versteckenspielen, Höhlen bauen, die Buntstifte nachspitzen und Croko dok die letzten Zähne ziehen – das sind nun meine neuen tollen Hobbys. Die Tage verfliegen, als wäre nie etwas gewesen.

 

 

Alexandra: Mach es zu deinem Projekt.

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So eine lange Weile umgeht man normalerweise gerne. Nun sieht es anders aus. Also lasst es uns ausnutzen! Zuallererst: einfach mal tief durchatmen – Entspannung muss in diesen Zeiten wirklich sein! Und zum Entladen haben wir auch in den eigenen vier Wänden allerhand Optionen. Mal ehrlich, wer hat nicht das eine oder andere angefangene und beiseite gelegte Heimprojekt? Jetzt ist die Zeit all das zu tun, was sonst immer liegen geblieben ist und wofür man nicht mal in der durchgeplanten Freizeit ein Termin frei hatte. Man muss sich nur ein wenig einschwingen. Dafür empfiehlt sich Musik zum Mitsingen, um dann einfach irgendwas anzufangen: Egal ob Socken stopfen, Möbel rücken, Journaling (Tagebuch / Briefe schreiben), die Mottenkiste aussortieren, blind gegriffene Bücher lesen, die Küche neu streichen. Oder endlich auf der vergessenen Gitarre spielen lernen. Kopf aus, Hand machen lassen. Tobt euch aus! – einfach weil man es kann. Und netflixen kann ja echt jeder. 



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