Brennende Erde

Brennende Erde (ABGESAGT)

Kultur

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Location: Schauspielhaus

In der Region um Leipzig erstreckt sich eines der wichtigsten Braunkohlereviere Deutschlands. Seit den 1920er Jahren ermöglichen technologische Innovationen wie der Schaufelradbagger den extensiven Abbau der Bodenschätze in immensen Tagebauen, die eine vorhandene Kulturlandschaft nachhaltig verändern. Als Hauptenergieträger werden die Braunkohle und die damit verbundene Industrie über Jahrzehnte kaum in Frage gestellt. Sie stellt eine Konstante über die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts hinweg dar. Auf der Kostenseite sind eine weiträumige Zerstörung der Umwelt, aber auch zahlreiche Erfahrungen von kollektivem und individuellem Schicksal durch Umsiedlungsprozesse zu verbuchen.
In vielen Menschen leben die Erinnerungen an rußgeschwärzte Häuser, die Geräusche der großen Tagebaumaschinen, die staubgeschwängerte Luft, aber auch an Geschichten des Widerstands, an durchgestandene Auseinandersetzungen und gemeinschaftliche Erlebnisse weiter.
Heute scheint die Epoche dieser Industrie ihrem Ende entgegenzugehen. Unter dem Zeichen der Energiewende wird von vielen ein möglichst schneller Ausstieg aus der schmutzigen Braunkohle gefordert.
In der Geschichte des Braunkohleabbaus überkreuzen sich politische Debatten auf globaler und regionaler Ebene.
(Source: Schauspielhaus)
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