Krimi, Theater, TV, Bildschirm

Film und Gespräch: Herausforderung Geburtshilfe

Film + Kino

Keine kommenden Termine

Location: FraKu

Am 5. Mai wird seit 1991 der Internationale Hebammentag in mittlerweile mehr als 50 Ländern begangen, um Hebammen und ihre Arbeit zu
ehren und auf die Bedeutung der Hebammen für die Gesellschaft hinzuweisen. Aber nicht nur in Deutschland ist der „Mangel an Hebammen“,
an zu wenig Kreißsälen (und das bei einer steigenden Geburtenzahl) längst ein gesellschaftspolitisches Problem – deren Folgen Frauen und Kinder (er-)tragen müssen. Die Gründe sind bekannt: Zu schlechte Bezahlung für die Leistungen der Hebammen, die starre Ausrichtung der gesamten Geburtshilfe auf Wirtschaftlichkeit – und die nach wie vor existierende Benachteiligung fast aller frauentypischen Berufsgruppen.
Frauen werden aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit nachgestellt: Das ist struktureller Sexismus. Sexismus und ein Dagegen-Kämpfen gehört zum weltweiten (Berufs-)Alltag von Frauen – besonders in der „Herausforderung Geburtshilfe“… auch und insbesondere in Afrika.


Herausforderung Geburtshilfe
Regie: Karin C. Falck und Loui Bernal | Dänemark,Schweden | 2009 | 52 Minuten
In Afrika sterben jährlich mehr als 250.000 Frauen bei der Geburt eines Kindes oder im Wochenbett. In Mosambik hat man nun mit Hilfe
unkonventioneller Programme den Kampf gegen diese hohe Sterblichkeit aufgenommen. Die mit dem Emmy Award ausgezeichnete Dokumentation begleitet Emilia Cumbane, eine der ersten Mosambikanerinnen, die zur medizinischen Fachkraft für Geburtshilfe ausgebildet
wird, durch ihren Alltag. Die junge Frau erwirbt medizinische Grundkenntnisse und absolviert Nachtdienste in Geburtsstationen. Dort muss sie
für die Anerkennung ihrer geburtshelferischen Kompetenzen kämpfen. Wenn sie in Not-Operationen im ländlichen Mosambik Kaiserschnitte und Gebärmutterentfernungen durchführt, geht es immer um Leben und Tod. Trotz aller widrigen Umstände erklärt Emilia Cumbane: "Ich bin gerne Hebamme. Es ist ein guter Beruf, denn er bringt Menschen zur Welt." Der Film dokumentiert die schwierige Rettung gefährdeter Mütter und die unorthodoxen Selbsthilfeprogramme zur Verbesserung des Gesundheitssystems in Afrika. (Source: Frauenkultur)
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