Ich bin nichts. Ich hab nichts. Aber ich lach mich

Kultur

Keine kommenden Termine

Location: Cammerspiele

Conny Tschöpse hat sich heute einen ganz besonderen Gast in ihr kleines Fernsehstudio eingeladen. Es handelt sich um den bekannten, dennoch bereits tot geglaubten Entertainer Caspar Eigenbrod. Dass sich die aufstrebende Moderatorin damit den Gevatter selbst ins Haus geholt hat, bleibt ihr lange verborgen. So hüpft sie heiter über Leichen und plaudert munter drauf los. Alsbald entwickelt sich das süßliebliche Trallala zum bitterbösen Spiel zwischen Künstler und Moderatorin, bei dem sie sich zunehmend in einem existentiellen Kampf wiederfindet. Die Fragende wird zur Befragten und persönliches Erleben spiegelt sich in einer Auseinandersetzung um heutige Werte, Moral und Menschlichkeit. Plötzlich trifft Hoch- auf Tiefkultur, Individualität auf Massengeschmack und Gestern auf Heute. Während des verbalen Rundumschlags entstehen absurde Schreckens-Szenarien einer sich in den Untergang zivilisierenden Menschheit. Die Tatsache menschlicher Vergänglichkeit verkommt zur quotenträchtigen Unterhaltungsnummer. Die mit allen Medienwassern gewaschene Conny Tschöpse tänzelt dabei abwechselnd auf Messers Schneide oder Todes Schippe. Dennoch wird ihr das eigene unvermeidliche Dahinscheiden bewusst und es bleiben Angst, Starre und Negation.
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