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Mothers of Steel

Kultur

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Location: Halle 18

Wann und warum weinen Menschen in der Öffentlichkeit? Sind sie von ehrlichen Gefühlen überwältigt? Oder weinen sie aus politischem Kalkül? Sind wir kulturell auf Ergriffenheit programmiert? Von wegen „Tränen lügen nicht“! In der Performance MOTHERS OF STEEL beweinen Agata Siniarska und Mădălina Dan ihre Erinnerungen an die Aufbruchstimmung nach der Wende in ihren Heimatländern Polen und Rumänien.

In ikonischen TV-Bildern wie etwa jenen von der Erschießung der Ceaușescus und stichwortartigen Schrifttafeln treffen historisch bedeutsame Ereignisse, Orte und Akteure auf die Abgründe einer Geschichtsschreibung, die sich vor allem dafür interessiert, einen stabilen Nationalmythos zu konstruieren – von den Ottonen über den Kommunismus bis zur Europäischen Union.

Was zeigen die beiden Performerinnen hier, wenn sie eine Stunde lang pausenlos schluchzen: große Gefühle, Slapstick oder Ironie? Mit bissigem Humor erzählen Siniarska und Dan die Geschichte Osteuropas aus der Opferperspektive, so wie es auch die Rechtspopulist*innen in den gegenwärtigen Regierungen gerne tun. Und stellen damit die Frage in den Raum, mit welchem Hintergedanken diese Geschichte von der kollektiven Opferrolle erzählt wird. (Source: Schauspielhaus)
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