Už Jsme Doma (Prag, CZ) und Trottel pres. Talayapa (Budapest, HU)

Live

Keine kommenden Termine

Location: naTo

Czech Post Punk-Dada-Jazz meets Magyar Psychedelic Post-Hardcore-Electronics
Zwei der wildesten und abwechslungsreichsten Bands des Ost-Post Punk mit ihren aktuellen
Programmen. Witz, Energie, Groove und Eigensinn galore!
Už Jsme Doma, gegründet 1985 in Teplice, gehören seit Ende der 1980er zu den wichtigsten Bands
der tschechischen Alternativszene. Ihr kaum zu kategorisierender Post Punk gründet einerseits im
Punk, nicht zuletzt dem extrem abwechslungs- und energiereichen der 1981-1985 aktiven
Vorgänger-Band F.P.B. (denen UJD beim Grande Finale des Warschauer Punk Pakt-Projekts im UT
Connewitz huldigten). Er bezieht sich andererseits aber genauso auf avantgardistisch-absurdistische
Querschläger wie The Residents, mit denen sie in Konsequenz nach dem Mauerfall sogar
zusammenarbeiteten, u.a. als Band der »Freakshow«-Aufführungen in Prag, und mit deren Sänger
Randy sie letztens live performten. Der äußerst schräge UJD-Humor mit tschechischer surrealer
Note drückt sich nicht zuletzt auch in der Optik aus, die vom bandeigenen Maler Martin Velisek
bestimmt wird, der zu Sonderanlässen sogar live auf der Bühne malt.
www.uzjsmedoma.cz
UJD live 1989 www.youtube.com/watch?v=lv9uEf75D40
Trottel aus Budapest gehörten zur zweiten Punk-Welle Ungarns. Gegründet 1982 als Der Trottel,
aber nur kurz aktiv, tauchte die Band 1985 wieder auf, nunmehr als Die Trottel, kürzten das aber
bald zu Trottel ab. Sie entwickelten nun einen immer komplexer werdenden Sound mit expressivem
weiblichem Gesang und poetisch-politischer Aussage, der zwischen Subhumans-Punk und No Means
No-Jazzcore eine kurvenreiche Eigenspur behauptete. Was auch früh international goutiert wurde,
da die Band ein äußerst agiler Teil des Fanzine- und Tapetausch-Netzwerks der globalen Punkszene
war. 1989 konnten Trottel endlich auf Westtournee und waren dort gleich mehrere Monate
ununterbrochen unterwegs. Im gleichen Jahr erschien ihr Debüt »Borderline syndrome« in
Frankreich und die nächsten Releases kamen beim westdeutschen Label X-Mist. Anfang der 1990er
wurden Trottel dann rein instrumental und fortlaufend ansteigend psychedelisch. Worauf auch mit
Namensspielen reagiert wurde: Troxx, Trottel Monodream und später sogar Stereodream Experience
– bis hin zur aktuellen Variante Trottel pres. Talayapa. Tamás Rupaszov, die verbliebene Konstante
am Bass, der seit den Früh-1990ern zudem Trottel Records betreibt, spielt hier mit dem 1990er-
Trottel-Drummer Csaba Orosz sowie der Saxophonistin und Sängerin Rita K. eine eklektische
Groove-Fusion mit Punk-Spirit.
www.trottel.hu
Trottel live in Warschau 1990: https://www.youtube.com/watch?v=xlZcMQtHsXw
Eintritt: 15,- / 10, - (VVK: 13,- / 8,50 zzgl. Gebühren) (Source: Presse)
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