ADFC-Fahrradklima-Test

ADFC-Fahrradklima-Test

Holt Magdeburg beim diesjährigen Test einen besseren Rang als vor zwei Jahren?

28.09.2018
Autor: urbanite 

Noch bis zum 30. November können die Magdeburger im Rahmen einer Online-Umfrage kundtun, wie fahrradfreundlich sie ihre Stadt finden. 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit sind dabei zu beantworten. Thema sind sowohl Falschparker als auch Radwege oder das Stress- und Spaßpotential beim Radfahren in der Stadt. Im Fokus soll im Rahmen der diesjährigen Umfrage auch die Familienfreundlichkeit der Stadt in punkto Radfahren stehen. Neu sind Umfragen wie diese nicht. 120.000 Bürger haben im Jahr 2016 bereits ihre Meinung zum Thema kundgetan. Bewertet wurden dabei 500 Städte. Vor zwei Jahren hat Magdeburg Platz 34 im ADFC-Fahrradklima-Test belegt.

ADFC-Fahrradklima-Test
Fahrradfahrer leben in Städten oft gefährlich. Dabei ist doch die Fahrradfreundlichkeit einer Stadt zu einem immer wichtigeren Standortfaktor geworden. Aktuell läuft wieder eine Erhebung zum Thema - auch zur Fahrradfreundlichkeit der Stadt Magdeburg.

Der ADFC-Fahrradklima-Test 2016. Die Ergebnisse in der Übersicht

Magdeburg landete auf Rang 34. Doch das ist nicht das einzige Ergebnis, das der Test als Resultat hervorbrachte. Auch diese Ergebnisse traten beim ADFC-Fahrradklima-Test 2016 zutage:

 

• Die Spitzenreiter, die die beste Gesamtbewertung einstreichen durften, waren Münster, Göttingen, Bocholt und Reken. Sie alle bekamen die Bestnote in ihren jeweiligen Gruppen. In der Gruppe der Städte mit über 200.000 Einwohnern folgen nach Münster Karlsruhe und Freiburg im Breisgau. In der Gruppe der Städte zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern folgten Hamm und Erlangen hinter Göttingen. Hinter Bocholt, dem Spitzenreiter in der Gruppe 50.000 bis 100.000 Einwohner, folgten Nordhorn und Wesel. Unter hinter Reken (mit unter 50.000 Einwohnern) folgten Wettringen und Heek.

 

• Da die Fahrradfreundlichkeit ein wichtiger Standortfaktor eines Ortes ist, gibt es auch von den Orten Positives zu vermelden, die nicht auf den ersten Rängen langen, wohl aber zu den Siegern der Kategorie „Aufholer“ gekürt wurden: Bochum, Wuppertal und Augsburg gehören zu den Aufholern, ebenso Pforzheim, Regensburg und Offenbach am Main. Auch in den kleineren Orten Deutschlands zeichneten sich gute Entwicklungen ab – in Marburg, Hanau, Oserlohn, Braunatal, Gevelsberg und Zirndorf.

 

 

Besonders spannend wird das Ergebnis für Magdeburg im ADFC-Fahrradklima-Test 2018 auch deswegen, weil nicht nur der Platz 34 (von 39) ein schlechtes Ergebnis ist, sondern auch ein deutlicher Negativtrend mit Blick auf die vorherige Erhebung zu verzeichnen war: Ein Minus leuchtet in der Spalte „Magdeburg“ in der Auswertung des Jahres 2016 und will beim Blick auf die Legende sagen: „Die Gesamtbewertung 2016 ist mehr als 0,3 Notenstufen schlechter als im Jahr 2014.“ Und das obwohl die Stadt doch mit diesen tollen Radtouren aufwartet.

 

Fahrrad-Trends könnten das Testergebnis verändern

Wie das Ergebnis für Magdeburg in diesem Jahr ausfallen wird, wird sich bei der Ergebnispräsentation im Frühjahr zeigen. Möglicherweise beeinflussen auch diese Fahrradtrends die Ergebnisse im Städteranking:

 

Fahrräder warten mit immer mehr Hightech auf

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Bis dato haben Liegeräder noch nicht flächendeckend Einzug gehalten.

Vor allem im Bereich Technik sind Radler buchstäblich auf der Überholspur. E-Bikes und Pedelecs, wie die im Sortiment vom Radhaus, liegen im Trend. Sie werden kontinuierlich kundenfreundlicher, denn sie haben immer größere Reichweiten, sind komfortabler, sportlicher und faltbarer. Einher geht mit diesem Trend zum Akku unterstützen Radeln auch die Entwicklung, dass das Fahrrad immer häufiger als Alternative zu Auto, Bus oder Bahn fungieren darf. Gerade in Großstädten offeriert ein Pedelec die Möglichkeit, aktiv zur Arbeit zu kommen, ohne abgehetzt zu sein. Und dabei wird auch noch der nervenaufreibende, allmorgendliche Stau vermieden. Immer häufiger offerieren Unternehmen sogar ihren Mitarbeitern Leasing-Räder. Neu ist auch der Trend in der Kategorie der Pedelecs hin zu Klapprädern und Cargo-Bikes.

 

Ein neuer Trend könnte das Liegerad werden

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Pedelecs wie diese erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. In Großstädten sorgen sie für eine neue, moderne Form der Fortbewegung.

Noch sieht man die Liege-Variante des klassischen Drahtesels vergleichsweise selten auf der Straße fahren. Ob sich der Trend zum liegenden Radeln durchsetzen wird, ist unklar. Eine Einschränkung sind die Vorgaben, die beim Fahren mit dem Rad gemacht werden. Das Liegerad gehört in die Gruppe der mehrspurigen Leichtkrafträder. Per Gesetz muss das Gefährt mit einer Hupe und einem Kontrollanzeiger für Bremsflüssigkeit ausgerüstet sein. Zum Fahren des Liegerads sind ein Helm sowie ein Führerschein Pflicht. Auch muss das Liegerad mit einem Versicherungskennzeichen ausgestattet sein.

 

Praktisch und so robust: das Lastenrad

Zu den schicksten und sportlichsten Fahrrad-Varianten gehören sie noch nicht. Allerdings sind sie in punkto Lastenbeförderung kaum zu überbieten. Wer die neuesten Kniffe in punkto Lastenrad ansehen will, dessen Blick fällt auf Modelle, die bis zu 300 Kilogramm locker befördern können. Entsprechend mächtig kann auch die Ladefläche dimensioniert sein, die 250 Liter fassen kann oder eine Ladefläche von 155 mal 107 Zentimeter umfasst. In ein großes Projekt gegossen wurde der Ansatz durch die Aktion „Ich entlaste Städte“. Das Ziel der Aktion war es, das Lastenrad einem Nutzerkreis vorzustellen, der gewerblicher Natur war. Zwei Jahre lang soll die Testphase gehen, die nebst dem Komplettprojekt vom Institut für Verkehrsforschung ausführlich vorgestellt wird.



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