Digital angeDOKt DOK Leipzig hybrid – Schau DOK wo du willst

Bald ist es wieder soweit und das beliebte Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, startet: Vom 26. Oktober bis zum 1. November findet die 63. Edition in der ganzen Stadt statt. Aufgrund der Pandemie ist die Veranstaltung hybrid organisiert – also für Zuhause und fürs Kino. Wie genau das abläuft, erklären wir euch hier.

© Susann Jehnichen

Rund 140 Filme könnt ihr Ende Oktober im CineStar, den Passage Kinos, der Schaubühne Lindenfels, der Schauburg, der Cinémathèque, dem GRASSI Museum und auch in der Osthalle des Hauptbahnhofs sehen – und zum ersten Mal auch vor dem Monitor zu Hause. Damit auch ohne internationale Gäste vor Ort der Hintergrund der Filme nicht zu kurz kommt, gibt es Gespräche mit Regisseuren und Regisseurinnen, Blicke hinter die Kulissen und Erklärungen zur Entstehung einiger Filme in diesem Jahr ebenfalls in digitaler Form. Auch online finden die Preisverleihungen mit mehr als 20 Preisen, darunter den Goldenen und Silbernen Tauben, am Ende des Festivals statt.

How to DOK 2020

Wie gewohnt könnt ihr Tickets für die Filme über die jeweiligen Kinos kaufen. Falls es auf dem Sofa mal sehr gemütlich sein sollte oder der Lieblingsfilm schon ausverkauft ist, gibt es in diesem Jahr auch die Möglichkeit, einen Großteil der Filme im Internet anzuschauen: Dafür kauft ihr die Tickets über die Website von DOK Leipzig. Im Netz stehen die Filme 14 Tage ab Premiere zur Verfügung.

Hommage an Annik Leroy

Die Hommage des Festivals ist in diesem Jahr der Regisseurin, Fotografin und Kamerafrau Annik Leroy gewidmet. Ihre Arbeiten zwischen Film, Videokunst und Installation laden zum Nachdenken über europäische Geschichte und die Verfasstheit des Menschen ein. In ihrem jüngsten Film „Tremor – Es ist immer Krieg“ unterlegt sie Bilder von Ruinenlandschaften mit den gespensterhaft wirkenden Stimmen von Ingeborg Bachmann, Pier Paolo Pasolini und Anna Freud. Insgesamt besteht die Hommage aus vier Werken, außerdem gibt es eine online Meisterklasse, in der die Regisseurin persönliche Erfahrungen teilt.

 

© Susann Jehnichen

Nicht verpassen: Die diesjährigen Sonderreihen

Inhaltlich wird es in diesem Jahr wieder richtig spannend:  Die Reihe „Re-Visionen“ feiert das 25-jährige Jubiläum des Animationsfilmwettbewerbs mit 25 Filmen unterschiedlichster Machart, die die ganze Bandbreite von Animation auf die Leinwand und Bildschirme bringt. Mit dabei sind Filme von 1995 bis heute wie zum Beispiel liebevolle Puppenanimationen, 3D-Animationen oder animierte Zeichnungen. Bei „Animation Perspectives“ wird es interaktiv: Die Medienkünstler Aaron Jablonski und Patrick Buhr tauschen sich virtuell und mit dem Online-Publikum über ihre digitale Kunst aus: Aaron Jablonski kreiert zum Beispiel erfolgreich Gesichtsfilter für Instagram, die Menschen ein bizarres Aussehen verleihen. Beide Künstler haben viel Spaß an technischen Experimenten und zeigen dem Publikum während DOK Leipzig exklusiv Auszüge aus ihrem Schaffen. Seit ein paar Jahren erfolgreich am Start ist „Kids DOK“, das Programm für die jüngeren Filmfans in Leipzig. Auch in diesem Jahr werden darunter wieder Filme für Kinder und Jugendliche altersgerecht kuratiert und nehmen uns mit in die Welt junger Menschen und kleiner Helden, die Hürden überwinden und Mut beweisen. Um den Themenkomplex Industriekultur geht es bei den kostenlosen Screenings in der Osthalle des Hauptbahnhofs: In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsarchiv lassen dort Filme auf die Bahnhöfe und Eisenbahnen der 1960er bis 80er blicken.

Erweitert eure Vorstellungskraft mit DOK Neuland

Unter dem Titel „Resonating Spaces“ findet in diesem Jahr die Extended-Reality-Ausstellung DOK Neuland statt. Sie will die immersive Kraft des digitalen Erlebens nutzen, um ungewöhnliche Verbindungen zwischen Menschen, Welt und Technik zu erzeugen. Zu sehen sind VR-Experiences, eine Sound-Installation und ein 360-Grad-Film im MdbK, im GRASSI, im INTERIM der Cinémathèque und im Foyer der Schaubühne Lindenfels.

Weitere Infos, das vollständige Programm (ab 8.10.) und auch Tickets gibt’s unter www.dok-leipzig.de