
Nach dem Aufstieg im Mai am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga schrieben Sportmedien aufgeregt, dass ein neuer Bayern-Jäger geboren sei. Im Interview mit urbanite winkte Sportdirektor und Aufstiegstrainer Ralf Rangnick schmunzelnd ab: „Noch nicht einmal im Ansatz. Wir sind weit entfernt von Vereinen wie Bayern, Dortmund und Leverkusen.“ Man wolle eine gute Rolle spielen und sich möglichst weit von den Abstiegsplätzen fernhalten. „Wenn wir es im ersten Jahr schaffen, eine sorgenfreie Saison zu erleben, uns in der Bundesliga zu etablieren und uns weiterzuentwickeln, dann wäre ich schon sehr zufrieden.“
Nun, dann kann es wohl derzeit kaum jemand Zufriedeneren geben … Denn gegen die genannten Vereine Dortmund und Leverkusen holten die Leipziger in ihrer Premierensaison im Fußball-Oberhaus jeweils drei Punkte. RB Leipzig und die Abstiegsplätze trennen 28 und 26 Punkte. Und das gesetzte Saisonziel von 40 Punkten ist auch nicht mehr weit. Ach ja, und Bayern-Jäger sind sie auch noch – punktgleich, mit schlechterer Tordifferenz.
Hasenhüttl: „Keine Mannschaft ist unschlagbar“

Den Beweis erbrachten die Dortmunder mit ihrem 1:0-Sieg gegen Carlo Ancelottis Truppe. Gegen Ingolstadt, Frankfurt und Hoffenheim wurden nur Remis eingefahren.
In der Tabelle heißt das für beide Mannschaften: 11 Siege, 3 Unentschieden und 1 Niederlage. Doch, so Hasenhüttl, ein großer Unterschied zwischen den Münchnern und den Leipzigern sei: Wenn Bayern vermeintlich schlecht gegen Darmstadt spielt, gewinnen sie immer noch 1:0. Wenn Leipzig schlecht gegen Ingolstadt spielt, verliert RB 1:0.
Am absoluten Leistungslimit spielen
Das bedeutet allerdings nicht, dass sich die Leipziger ergeben werden. Im Gegenteil. RB Leipzig wird auf Sieg spielen – das machen der Trainer und Sportdirektor klar. „Wir werden mutig, mit einem klaren Plan und viel Selbstvertrauen auftreten und uns nicht verstecken“, verspricht Hasenhüttl. Und ergänzt kämpferisch: „Ich will, dass die am nächsten Tag spüren, dass sie gegen uns gespielt haben.“
Rangnick zufolge müsse die Mannschaft am „absoluten Leistungslimit spielen“, um etwas mitnehmen zu können. Der 58-Jährige traut seiner Mannschaft viel zu. Verlangt aber auch, „mit den Tugenden aufzuwarten, die uns auszeichnen“. Dann könne er auch mit jedem Ausgang des Spiels leben.
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Spiel(er)infos:
Der Vertrag des Mittelfeldspielers Diego Demme wurde vor wenigen Tagen vorzeitig bis Juli 2021 verlängert.
Die Einsätze von Naby Keita (muskuläre Probleme im Oberschenkel) und Marcel Halstenberg (Oberschenkel-Prellung) sind fraglich.
Ausfälle:
Marvin Compper (Kapselband-Verletzung)
Kyriakos Papadopoulos (Eingriff im Knie)
Lukas Klostermann (Kreuzbandriss)
Ken Gipson (Sprunggelenksfraktur)
Gelbsperre droht:
Willi Orban (4 Gelbe Karten)
Was: 16. Spieltag – 1. Bundesliga: FC Bayern München (1.) gegen RB Leipzig (2.)
Wann: Mittwoch, 21. Dezember 2016 um 20 Uhr
Wo: Allianz Arena in München
Schiedsrichter: Felix Zwayer aus Berlin. Der 35-Jährige wird sein sechstes Spiel (2 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage) mit RBL-Beteiligung leiten.
Blick auf die Tabelle und den 16. Spieltag:
Borussia Dortmund (5.) – FC Augsburg (12.), am Dienstag um 20 Uhr (1:1)
Hertha BSC (4.) – SV Darmstadt 98 (18.), am Mittwoch um 20 Uhr
TSG Hoffenheim (3.) – SV Werder Bremen (14.), am Mittwoch um 20 Uhr