HC Leipzig bleibt auf Aufstiegskurs: 22:16-Heimsieg gegen Kirchhof bringt 20. Saisonsieg

Leipzig kann Handball – und wie. Die Frauen des HC Leipzig (HCL) haben am 24. Spieltag der 2. Handball Bundesliga ein klares Statement gesetzt und sich mit einem 22:16 gegen die SG 09 Kirchhof den nächsten wichtigen Sieg gesichert.

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Starker Team-Flow statt Einzelshow

Was diesen Sieg besonders macht: Es war kein One-Woman-Game, sondern ein echter Team-Flow. Gleich zehn Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein – ein klares Zeichen für die Breite im Kader. Mit jeweils vier Treffern setzten Lara Seidel und Jana Walther die offensiven Highlights.

Mit jetzt 20 Siegen aus 24 Spielen bleibt der HCL stabil an der Spitze und hält weiterhin drei Punkte Abstand auf Verfolger Füchse Berlin. Die Message ist klar: Leipzig meint es ernst mit dem Aufstieg.

Defensive on Point – Offensive mit Luft nach oben

Von Beginn an zeigte der HCL, wo die Stärke an diesem Abend liegt: Defense wins games. Die Abwehr stand kompakt und ließ Kirchhof kaum zur Entfaltung kommen. Gleichzeitig machte es die gegnerische Keeperin Lena Schmid den Leipzigerinnen nicht leicht – starke 22 Paraden verhinderten eine noch deutlichere Führung.

Trainer Erik Töpfer fand nach dem Spiel klare Worte:
Die Defensive sei solide gewesen, aber in der Offensive habe es an Konsequenz gefehlt. Gerade in entscheidenden Phasen müsse das Team „den Sack früher zumachen“. Eine Ansage, die zeigt: Trotz Sieg bleibt der Anspruch hoch.

Spielverlauf: Kontrolle mit kleinen Dellen

Der Start war noch etwas zäh, doch mit zunehmender Spielzeit fand Leipzig seinen Rhythmus. Über ein 7:4 bauten die Gastgeberinnen die Führung bis zur Halbzeit auf 12:6 aus – auch dank einer starken Schlussphase vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel zog der HCL zunächst weiter davon (14:6), bevor eine kurze Schwächephase Kirchhof nochmal heranbrachte. Doch wirklich gefährlich wurde es nicht: In der Schlussphase behielt Leipzig die Kontrolle und brachte den Sieg souverän nach Hause.

Ein wichtiger Faktor: Torhüterin Janine Fleischer, die mit 13 Paraden einmal mehr ein starkes Spiel ablieferte.

Prominenter Besuch und klare Signale

Neben rund 500 Fans war auch Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter vor Ort – ein Zeichen dafür, welche Aufmerksamkeit der Frauenhandball in Leipzig inzwischen bekommt. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Wirtschaft und Verbänden wurde auch abseits des Spielfelds der Austausch gesucht.

Nächster Härtetest steht an

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am 25. April wartet mit der TG Nürtingen ein echtes Topspiel. Als Tabellendritter könnte der Gegner zum Stolperstein werden – oder zum nächsten Statement im Aufstiegsrennen.

Für Fans und alle, die Sport in Leipzig verfolgen, bleibt es spannend. Der Aufstieg ist greifbar nah – aber entschieden ist noch nichts.