Einfach mal machen! Made in Leipzig: skadie.

Wenn man draußen oder auf Social Media unterwegs ist, kommt man an Crop-Tops, Schlaghosen, Tattoo-Halsbänder und Brillenketten nicht vorbei. „Das kommt alles mal wieder!“, durfte man sich früher anhören, und was sollen wir sagen, sie hatten alle recht. Die wohl stylishsten Brillenketten kommen aus Leipzig. Doch wie kommt man darauf, gerade damit ein Business aufzubauen? Darüber haben wir mit der Gründerin von skadie. Maria Josephin Hemken, kurz Josie, gesprochen.

© Sabine Möbius

Viele haben eine Phase im Leben, in der sie sich fragen: Wo geht die Reise hin? Was will ich erreichen? Genauso ging es der 31-jährigen Josie aus Leipzig, die neben Hauptjob im Telekommunikationsbereich ihr eigenes Geschäft gründete: skadie. Auch wenn der eigentliche Job sie glücklich macht und gute Perspektiven bietet, fehlte etwas. „Ich wollte gern etwas Eigenes auf die Beine stellen, alles selbst entscheiden, handeln und meiner Kreativität freien Lauf lassen können“, erzählt uns Josie. Bereits während ihrer Elternzeit reifte die Idee, etwas zu machen, doch der Schritt in die Selbstständigkeit klingt zunächst nach einer großen Sache. Sei es aber nicht. So appelliert die Gründerin: „Es fühlt sich überhaupt nicht groß an und man denkt sich: Mensch, das kann eigentlich jede:r machen!“

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Der Job neben dem Job

© Anne-Katrin Hutschenreuter
Maria Josephin Hemken, kurz Josie

Ihr Startkapital belief sich auf gerade mal 1.500 Euro. Daraus entstand innerhalb von drei Monaten, während des ersten Lockdowns, ihr Business. Sie hat einfach angefangen, ein Gewerbe angemeldet und Material bestellt – ganz ohne Marktforschung und Businessplan. Die im Trend liegenden Handyketten weckten in Josie die Idee, etwas mit dem Kordelmaterial zu machen. Nach einem intensiven Brainstorming mit ihrem Freund, der zufällig Optiker ist, kam sie auf die Idee, Brillenketten herzustellen. Die Kordeln wurden es nicht, denn die waren beschwerlich oder nur in Großmengen erhältlich. Bei einer Recherche fand sie dann ihr passendes Material: Kettenglieder aus Acryl. Mittlerweile arbeitet sie auch mit Edelstahl und Metallmi­schungen. In Zukunft werden diese selbst vergoldet, um eine noch bessere Qualität zu bieten. Das bedeute auch einenhöheren Aufwand, aber es sei ein stetiger Prozess, immer mehr zu optimieren, erklärt sie uns. In skadie. investiert sie neben Job, Kind, Partner und Freunden mehr als 20 Stunden pro Woche. „Es ist eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bekommen“, so Josie. Dennoch träumt die Gründerin davon, dass sie eigene Mitarbeiter:innen hat, die alles vorproduzieren. Zusätzlich wäre eine externe Firma, die die Produkte einlagert und versendet arbeitserleichternd. Aktuell stellt sie die trendigen Brillen- und Maskenketten, EarPod-Ketten und Ohrringe selbst her. Im Schnitt dauert das 20 Minuten, dann geht es an die Verpackung. Alles wird aufpoliert, hübsch verpackt, mit Konfetti versehen und zur Post gebracht. Das Liefer­gebiet hat skadie. übrigens erst kürzlich auf Europa ausgeweitet. Die Brillenketten gibt es in ihrem Shop ab 29 Euro, Ohrringe ab 19 Euro.

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Extravagante Namen

Wenn man sich die Produkte von skadie. etwas genauer ansieht, fallen einem schnell die Namen auf. So hatten die Produkte der ersten Kollektion Seriennamen wie „New G.“ oder „Game of T.“, danach folgten Künstler:innen der 80er und 90er wie „Britney S.“ und „Cher“. Die neuste Variante sind Cocktails, man kann sich bei Josie somit eine „Bloody Mary“ oder einen „Cosmopolitan“ direkt nach Hause bestellen.

www.skadie.de | Instagram: @skadie.chains

Wir verlosen zwei skadie.-Brillenketten an euch: “Sharon” und “Cosmopolitan”

© urbanite, Sabine Möbius, Anne-Katrin Hutschenreuter