Für Johannes ist die Baumwollspinnerei ein regelrechter Anziehungspunkt und die Karl-Heine-Straße sowie das Westwerk die fulminante Ergänzung einer florierenden Subkultur in Plagwitz. „Plagwitz hat sich echt verändert. Die Szene, die sich hier entwickelt hat, ist super spannend“, erzählt er. Kein Wunder also, dass sich vor allem Kreative von der Umgebung gefesselt fühlen.
Unverkennbar ist seine Kunst extravagant, aber nicht jeder findet unbedingt einen Zugang dazu. „Leute, die nicht ständig mit Kunst zutun haben, sind meistens am ehrlichsten. Die sind immer freier und echter. Kunsterfahrene sind oft vergleichend oder voreingenommen.“ Das moderne Kunst ab und an mit Hähme betrachtet wird, sieht er gelassen. Sätze wie „Ist das Kunst oder kann das weg?“ betrachtet er sogar als ein gutes Zeichen. Denn diejenigen haben zumindest einen Blick dafür, dass es zumindest Kunst sein könnte – Konjunktiv, also nicht unmöglich.