Ein stetig wachsendes Sortiment wegen eines immer breiter werdenden Marktes führten dazu, dass Relaxdays den bisher größten Lagerstandort mit etwa 86.000 Quadratmetern in Großkugel baut. Im Gespräch mit Laura Zöller, der Pressesprecherin von Relaxdays haben wir einmal genauer hingehört, was dort für ein neuer blauer Logistikriese entsteht.

Dass die derzeitigen Lager in Könnern (23.000 Quadratmeter), Queis und Halle (jeweils 9.000 Quadratmeter) platztechnisch nicht mehr ausreichen, merkte Relaxdays bereits 2019. „Die Kunden möchten immer mehr verschiedene Produkte, somit wird die Bandbreite, die wir anbietenauch immer größer“, erklärt Laura. Zunächst wurden die Möglichkeiten in der Region Leipzig-Halle abgewogen: Standorte analysiert, die Bau- oder Mietoption gecheckt.„Dann sind wir in Großkugel gelandet“, so die Sprecherinweiter. Im Frühjahr 2020 stand fest: Der neue Lagerstandort entsteht in Sachsen-Anhalts Großkugel.
Fertigstellung im Frühjahr 2022
In zwei Bauabschnitten wird fleißig am Neubau gewerkelt, um bald auf voller Leistung zu arbeiten. Die erste Hälfte des Lagers ist bereits bezogen, die komplette Fertigstellung folgt im Frühjahr 2022. In Relaxdays-Blau kann man den 86.000 Quadratmeter riesigen Standort bereits von der Autobahn aus erkennen. Die Abwicklung inklusive Warenannahme im neuen Lagerstandort ist schon gestartet. „Wenn der Standort läuft, alles bezogen ist und Prozesse sich eingespielt haben, dann ist das Lager perspektivisch in der Lage bis zu 15.000 Pakete in der Stunde zu verschicken“, erzählt uns Laura stolz. Damitist Relaxdays absolut konkurrenzfähig gegenüber Mitbewerbern. Ein weiterer Pluspunkt für die Lage ist die Nähe zum Flughafen Leipzig/Halle, dem Umschlagplatz verschiedenster Versanddienstleister. Das Relaxdays in den großen Bau investiert, hat den Vorteil, dass sie nicht so schnell neue Lagerfläche suchen müssen.

Verstärkung gesucht!
Bis zu 200 Beschäftigte sind in Großkugel geplant. Solch eine Fläche muss bestmöglich bewirtschaftet werden. Neben Lagerfachkräften wird unter anderem in der Planung und im Personalwesen nach Verstärkung gesucht. Laura erzählt uns hierzu: „Wir versuchen so mitarbeiterfreundlich wie nur möglich zu sein.“ So erwartet das Personal keine Schichten an Sonn- und Feiertagen, keine Nachtschicht und auch an Weihnachten sind alle zu Hause. Vor Ort wird in kleineren Teams zu jeweils 15 bis 20 Personen in einem Zwei-Schicht-System mit Früh- und Spätschicht gearbeitet. „Damit man die Teammitglieder auch kennenlernt und sich austauschen kann“, erklärt Laura. Das neue Lager liegt zwischen Leipzig und Halle und ist gut mit dem ÖPNV oder dem Auto zu erreichen. Von Halle aus benötigt man 20 Minuten, erinnert sich die Pressesprecherin – etwa genauso lange brauch auch die S-Bahn aus beiden Richtungen. Vor Ort erwartet das Team eine eigene Kantine, Relaxdays ist es wichtig mit frischen Lebensmitteln und gesunden Rezepten zu arbeiten. Zusätzlich gibt es einen großen Pausenraum und einer Außenterrasse. Damit sich das Personal körperlich fit halten kann, unterstützt Relaxdays das mit einen eigenen Fitnessraum, der für alle zugänglich ist. Auch an die Umwelt wird gedacht: Es gibt mehrere Ladestationen für E-Autos und ein eigenes Bienenvölkchen, das fleißig Honig produziert.
Mehr Infos und aktuelle Jobangebote unter: www.relaxdays-unternehmen.de
Frau Zöllner schildert die Zukunft rosarot, scheint aber, ähnlich wie ihr Chef, mit Zahlen auf Kriegsfuß zu stehen. Wenn 200 Mitarbeiter 15.000 Pakete pro Stunde versenden würden, bräuchte Relaxdays pro Paket nur ca. 48 Sekunden Bearbeitungszeit. Reell sind es aktuell aber mit allen Schritten durchschnittlich fast 5 Minuten, was dem mehr als 6-Fachen entspricht. Der Dreisatz verrät mir, dass Relaxdays für 15.000 Pakete pro Stunde nach Adam Riese bei der aktuellen Bearbeitungszeit 1.250 Mitarbeiter in die neuen Hallen stopfen müsste.
Ähnliche Unstimmigkeiten sind mir auch schon bei der an anderer Stelle veröffentlichten Kapazität von 165.000 Paletten aufgefallen, welche bei der aktuellen Liquiditätslage zudem wohl noch nichtmal zum kleinen Teil bestückt werden könnten.
Herr Metz hätte sein Studium mal besser abgeschlossen, dann wären ihm diese Unstimmigkeiten wahrscheinlich auch schon selbst aufgefallen.
Ich habe in Oberkugel mal reingeschnuppert und war entsetzt: Realitätsferne, schon fast kindliche Vorstellungen, chaotische Prozesse, leere Hallen, sinkende Umsätze, wenige Hand voll Mitarbeiter in den monströsen Hallen, beängstigend davon galoppiere Kosten.
Das kann meiner Meinung nach selbst mittelfristig nicht aufgehen…
Ich habe daher recht schnell wieder das Weite gesucht und schätze meinen aktuellen Arbeitsplatz dafür um so mehr.