„Hier stehe ich vorm Backofen. Ich kann nicht anders.“ Rezept: Reformationsbrötchen á la LUKAS Bäcker

„Hier stehe ich vorm Backofen. Ich kann nicht anders.“

 

Zugegeben, dieses Lutherzitat haben wir geringfügig abgewandelt – aber wir sind mal wieder hungrig und so sei uns diese künstlerische Freiheit ausnahmsweise gestattet. Es ist Oktober und somit allerhöchste Eisenbahn, den obersten Kirchenreformator mit einer entzückenden Kalorienbombe zu ehren.

Und weil urbanite gemeinhin als pädagogisch absolut wertvoll gilt, hier nun noch ein kleiner Streber-Fact für euch: Die Reformationsbrötchen sollen eine Lutherrose symbolisieren und werden in Mitteldeutschland traditionell um den Reformationstag herum am 31.10. gebacken. Weiterer interessanter Fakt: Die Teile sind echt lecker und wir empfehlen euch, diese schleunigst nachzubacken. Dieses Rezept wurde mit Tipps und Tricks vom Leipziger LUKAS Bäcker gesegnet und ist somit quasi absolut gelingsicher.

Also ran an die Reformationsbrötchen, für welche ihr keine Bibelkenntnisse, dafür aber ein bisschen Zeit mitbringen müsst:

 

© Sandra Petz

Zutaten

• 500 g Mehl

• 30 g Zucker

• 250 ml Milch (lauwarm)

• 1 Würfel frische Hefe

• 100 g Butter (weich)

• 100 g gehackte Mandeln

• 1 EL Zitronat

• 100 g Rosinen

• 1 Zitrone (Saft und Abrieb davon)

• 200 g Erdbeerkonfitüre

• 150 g Puderzucker

Ergibt ca. 15 Stück

Kosten: ca. 12 €

Zubereitungszeit: ca. 2 ½  Stunden

(inkl. Gehen des Hefeteiges)

Zubereitung

Schritt 1  Gebt das Mehl in eine Schüssel und „grabt“ in der Mitte eine kleine Kuhle. Dort hinein schüttet ihr den Zucker und 8 EL der lauwarmen Milch. Anschließend krümelt ihr die Hefe ebenfalls in die Kuhle und rührt den entstandenen Brei vorsichtig mit einem Löffel um, bis die Hefe sich gut aufgelöst hat. Deckt die Schüssel nun erst einmal mit einem Geschirrtuch ab und lasst das Ganze an einem warmen Ort ca. 20 Minuten gehen.

Schritt 2  Im nächsten Schritt gebt ihr Butter, Mandeln, Zitronat, Rosinen, Zitronenabrieb und die restliche Milch in die Schüssel und knetet alles durch, bis der Arzt kommt. Im Ernst, macht das ordentlich und mit Hingabe – sonst dreht sich Kollege Luther im Grab um. Wenn ihr fertig seid, deckt die Schüssel wieder mit einem Geschirrtuch ab und lasst den Teig an einem warmen Ort ca. 30 – 60 Minuten gehen (das Volumen sollte sich danach verdoppelt haben).

© Sandra Petz
 

Schritt 3  So, genug der Faulenzerei – weiter geht’s! Aus dem Teig formt ihr nun kleine Kugeln à ca. 90 g, welche ihr anschließend mit einer Schere oberhalb kreuzförmig einschneidet. Die vier entstandenen Ecken klappt ihr nun vorsichtig nach außen, damit das Ganze wie eine leicht verunglückte Blume aussieht. Das war ganz schön anstrengend, oder? Wie gut, dass ihr die kleinen Blumen nun wieder vorsichtig mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen dürft.

Schritt 4  Wenn ihr euch gefragt habt, was ihr eigentlich mit der Marmelade sollt, kommt hier nun die bahnbrechende Antwort: Ihr gebt jeweils einen Klecks in die Mitte der Teig-Blüte und freut euch darüber, wie hübsch das aussieht.

Schritt 5  Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech (mittlere Schiene) dürfen die Reformationsbrötchen bei 200 °C Ober-/Unterhitze nun für 15 – 20 Minuten im ewigen Höllenfeuer schmoren. Jaja ok, wir hören jetzt auf mit den schlechten Wortspielen – schiebt sie einfach in den Ofen. Wenn eure Schmuckstücke ordentlich ausgekühlt sind, könnt ihr sie noch mit einem Zuckerguss verschönern. Gebt dazu ca. 150 g Puderzucker in eine Schüssel und vermengt diesen mit soviel Zitronensaft, bis ein relativ zähflüssiger Guss entsteht. Rauf damit auf die Brötchen, nochmal auskühlen lassen und dann … Genießen & Halleluja! 

© Sandra Petz