Lösung für die Umbaupläne Umbau der KarLi

Die gute Nachricht im Herbst 2012: Die Karli wird vom Wilhelm-Leuschner-Platz über den Peterssteinweg bis hin zum Südplatz modernisiert, umgebaut und schön gemacht. 

© LVB
Vorbei sein sollen die Tage in der sich Autofahrer an Schlaglöcher und langsamen Straßenbahnen – langsam wegen der kaputten Straße – vorbeischlängeln und die Radfahrer fluchend von den zugeparkten Radwegen auf die Straße ausweichen müssen, wo dann wieder die Autofahrer genervt sind. Jeder kennt das Problem. Jedoch sah der erste Bauplan vor, dass die Straße bis zur Fertigstellung komplett gesperrt bleiben würde – zwei Jahre lang. Empört gingen die Gewerbetreibenden der Karl-Liebknecht-Straße – vor allem Bar- und Restaurantbesitzer aber auch Betreiber kleinerer Läden – im Oktober auf die Barrikaden, als sie von den Umbau-Plänen des Tiefbauamtes und der LVB hörten. Durch diesen Plan mit der 24-monatigen Dauerbaustelle sahen sie ihre Existenz bedroht und gründeten die IG-Karli, um etwas zu unternehmen.

Und so gehts weiter…

Nun ist es nach nur wenigen Treffen offenbar zu einer Lösung gekommen, mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Anstelle einer großen Dauerbaustelle wird die Karli nun von 2014 bis 2015 in mehreren Bauabschnitten je halbseitig saniert. So kann der Straßenbahnverkehr weiterhin gewährleistet werden und auch bei den Läden hält sich die Baustelle in Grenzen.
Der Plan sieht vor, dass ab Januar 2014 zuerst auf der Westseite der Karli ein Interimsgleis verlegt wird, über das die Bahnen fahren können, während die alten Gleise erneuert werden. Von Februar bis Oktober soll dann in sieben Teilabschnitten die Straße erneuert werden, angefangen auf Höhe der Körner- bis hoch zur Härtelstraße.

Während der Fußball-WM, die ja 2014 endlich wieder stattfindet, sollen die Arbeiten natürlich ruhen, damit die Wirte auf diese Einnahmen nicht verzichten müssen.

Eine neue Haltestelle wird außerdem beim Münzplatz  (beim Café Waldi) gebaut und auch der Abschnitt Windmühlenstraße hoch zum Wilhelm-Leuschner-Platz wird erneuert. 2015 soll dann das Interimsgleis abgebaut, die Haltestelle „Hohe Straße“ erneuert und die andere Seite der Straße, diesmal in fünf Teilabschnitten, neu gemacht werden.

Insgesamt soll der Umbau um die 15,3 Millionen Euro kosten. Eine stolze Summe Geld, für die wir dann hoffentlich einen sicheren und stressfreien Weg in die Innenstadt bekommen – egal ob als Fußgänger, Radfahrer oder mit dem Auto.