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Dichtung in 3D. Textskulpturen und Gedichtobjekte seit 1960

Unter den fruchtbaren Beziehungen zwischen Kunst und Literatur spielt der Dialog zwischen Poesie und Skulptur in der zeitgenössischen Kunst eine besondere Rolle. Diese hat bisher jedoch nur sehr wenig Beachtung gefunden. Die Ausstellung „Dichtung in 3D. Textskulpturen und Gedichtobjekte seit 1960“ nimmt dies zum Anlass und präsentiert internationale Beispiele aus diesem Spannungsfeld. Sie richtet den Blick auf die Tradition der experimentellen Poesie und der bildenden Kunst seit den 1960er Jahren, in deren Rahmen Texte als dreidimensionale Kunstwerke erscheinen.

Die Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek bietet einen internationalen Überblick über die vielfältigen Erscheinungsformen dreidimensionaler Poesie. Gezeigt werden Arbeiten renommierter Vertreter*innen der experimentellen Poesie, u. a. aus Europa und Südamerika. Ihre Gedichtobjekte und Textskulpturen eint, dass Buchstaben in den Raum reichen oder Worte zu Dingen werden. Skulptur und Literatur greifen im Schaffen der präsentierten Künstler*innen vor allem in den 1960er und 1970er Jahren interdisziplinär und selbstverständlich ineinander.

„Dichtung in 3D“ lädt zum Nachdenken ein: Was kann ein Text jenseits von auf Papier gedruckten Zeilen sein? Welche sinnlichen Eindrücke kann das Lesen über die sprachlichen Inhalte hinaus vermitteln? Welche Rolle spielen für die Literatur unkonventionelle Materialien und Techniken des Schreibens? Wie kann man sich mit abstrakten Zeichen die Welt aneignen?

Termin

Sonntag, 11.12.2022

Beginn

10:00 Uhr
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