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Hochzeitsmarsch mit Rosenkrieg – Wagner und Mendelssohn in Leipzig

Wohl- oder Missklang? Das ist die Frage! Jedenfalls dann, wenn es um zwei der wirkmächtigsten Musiker der Leipziger Geschichte geht. Obwohl Richard Wagner in seinem späteren Leben Felix Mendelssohn Bartholdy öffentlich verunglimpfte, hatte er ihn zunächst als Vorbild verehrt und seine Nähe gesucht. Wagner schickte mehrere Briefe und sogar eine Symphonie; sein Pamphlet „Das Judentum in der Musik“ (1850/1868) sowie einzelne kritische Äußerungen grenzen sich hingegen auffällig von Mendelssohns Kunstauffassung ab und haben dessen Andenken über Leipzig hinaus beschädigt.
Für dieses Ausstellungsprojekt, das erstmals beide Musikerpersönlichkeiten vergleichend beleuchtet, begeben sich junge Musikwissenschaft-Studierende der Universität Leipzig auf Spurensuche. Speziell hierfür werden selten gezeigte Schätze aus dem Depot des Stadtgeschichtlichen Museums als Zeitdokumente ausgestellt: Auf innovative Weise widmen sich die Studierenden der Gegenüberstellung von persönlicher und musikalischer Begegnung. Von Aquarellen Mendelssohns, den beiden weltberühmten Hochzeitsmärschen bis hin zu posthumen Plagiatsvorwürfen – es wird an nichts fehlen! Diese Ausstellung möchte allerdings nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Impulsgeber sein, um sich selbst mit dem Thema „Mendelssohn und Wagner“ auseinanderzusetzen. Das Rezept der Ausstellung – erstklassig! Die Backzeit – perfekt! Aber wenn es um Geschmack geht – vor allem in Bezug auf Musik und Kunst bei Wagner und Mendelssohn – dann muss jeder selbst kosten und für sich entscheiden.

Termin

Samstag, 13.08.2022

Beginn

10:00 Uhr
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
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