Indoor-Camping, Friedel & Schneewittchen: Campen auf Berliner Art
Indoor-Camping in Berlin: Kreative Unterkünfte in der Hauptstadt
29.04.2015
urbanite
Der Sommer naht und somit auch die Campingsaison. Die Berlinerinnen Sarah und Silke haben sich hierfür etwas ganz Besonderes ausgedacht. Was man unter Indoor-Camping versteht und wie man zum „Glamper“ wird, lest ihr hier.
Berlin ist der absolute Vorreiter, wenn es um kreative Urlaubsunterkünfte in Deutschland geht. Nun zeichnet sich ein neuer Trend ab: Indoor-Camping.
Während das Camping an sich in Großstädten früher eher eine exotische Vorstellung war, gibt es mittlerweile rund um Berlin sowie auch mitten in der Innenstadt zahlreiche Campingplätze, wie auf qiez.de beschrieben. Fahrbare Unterkünfte in Berlin sind eine echte Alternative zu Hotels oder Hostels und bieten gleichzeitig zahlreiche Möglichkeiten, wie Flexibilität, Mobilität und Unabhängigkeit, wie das mit einer klassischen Unterkunft undenkbar wäre. Deshalb steigt die Beliebtheit der neuartigen Unterkünfte in Berlin vor allem bei jungen Reisenden, häufig in Verbindung mit einer Deutschland- oder Europareise.
Seit dem Jahr 2010 ist der Indoor-Campingplatz von Berlin Neukölln nun in Betrieb. Nach nur zwei Monaten war das Hotel mit 50 bis 60 Prozent ausgelastet. „Die Idee ist eingeschlagen wie eine Bombe“, so Silke. Mittlerweile zählt das Unternehmen 15 Angestellte. Im September 2013 wurde eine zusätzliche Halle angemietet, in welcher nun fünf weitere Wohnwagen sowie eine Hütte stehen. Und das mit einer Auslastung von 80 Prozent seit dem ersten Tag. Ein weiterer Ausbau oder eine Franchisestrategie sind derzeit nicht geplant. Besonders beliebt sind bislang die kultigen Wohnwagen. „Friedel“ zum Beispiel stammt noch aus der DDR der 60er Jahre und fungiert als Doppelzimmer. „Schneewittchen“ war ursprünglich ein Wohnanhänger für den Trabant und ist nun ein Ein-Zimmer-Apartment. Das „Schwalbennest“ ist sogar noch mit der originalen Ausstattung geschmückt. Zwischen den Gefährten und den Hütten stehen ganz klassisch Campingstühle, Retromöbel und Gartenzwerge. Einziger Unterschied zu einem „normalen“ Campingplatz: Schlechtes Wetter, Sturm und Regen wurden hier einfach ausgesperrt.
Camping wird allgemein mit Freiheit, Naturnähe und Flexibilität in Verbindung gebracht. Doch viele, vor allem junge, Deutsche lassen sich auch gerade davon abschrecken. Sie wünschen sich bequeme Betten, ausreichend Platz, ein richtiges, voll ausgestattetes Bad sowie eine eigene Dusche. Gemeinschaftsräume und -toiletten sind passé. Das sogenannte Glamping – glamorous Camping – ist derzeit der letzte Schrei der Camping-Szene. Dabei geht es nicht nur um die luxuriöse Ausstattung des Urlaubsheims, sondern auch um eine möglichst besondere und exklusive Unterkunft. Baumhaus, Wohnwagen mit Meerblick oder Lodge-Zelt…die Glamper lassen sich immer wieder neue Highlights einfallen.