Im Oktober findet wieder das Lichtfest zum Gedenken an die Friedliche Revolution in Leipzig statt.

Lichtfest 2011

Brückenschlag zwischen Leipzig und Danzig

07.10.2011

Der Herbst 1989 veränderte das Leben von Millionen Menschen schlagartig. Ab dem 4. September gingen die Menschen damals auf die Straßen, um in Montagsdemonstrationen für ihr Recht auf Freiheit zu kämpfen. Mit der Parole „Wir sind das Volk“ protestierten die Bürger gegen die politischen Verhältnisse, forderten eine friedliche und demokratische Neuordnung aber vor allem das Ende der SED-Herrschaft.
 
Im Oktober findet wieder das Lichtfest zum Gedenken an die Friedliche Revolution in Leipzig statt.
Das Interesse am Lichtfest und den dahinterstehenden Ereignissen im Oktober 1989 ist nach wie vor groß und bewegt viele Menschen.
Den Höhepunkt fanden die Demos am 9. Oktober 1989. Mit 25.000 Flugblättern hatte man zum friedlichen Protest aufgerufen. Dass rund 70.000 Menschen diesem Ruf Folge leisten würden, hatte man nicht erwartet. Noch weniger aber ahnte man damals, dass dies ein historischer Tag werden würde. Der „Friedlichen Revolution“ und vor allem dem Mut dieser Menschen gedenkt Leipzig seit 2007 jährlich mit dem Lichtfest. Dieses Jahr werden erstmals zwei Städte mit akustischen und visuellen Effekten miteinander verbunden. In Danzig wird die Polnischen Ostsee Philharmonie ein Sonderkonzert unter der Leitung von Jürgen Wolf, Kantor der Nikolaikirche Leipzig und musikalischer Leiter des Lichtfests, spielen. Dieses Konzert wird zeitgleich als Großprojektion auf die Fassade der Oper Leipzig projiziert. Die Konzertbesucher in Danzig wiederum erhalten via Live-Übertragung Eindrücke der Veranstaltung in Leipzig.

Zwar ist die Wende bereits über 20 Jahre her und die jüngeren Generationen haben nur noch wenige Erinnerung daran. Oftmals existieren leider auch keine Kenntnisse darüber, doch in unseren Köpfen gibt es ihn immer noch, den kleinen aber feinen Unterschied zwischen „Ossi“ und „Wessi“. Laut Sozialpsychologin Amélie Mummendey von der Universität Jena wird dieser Abstand aber immer geringer, da die Anzahl der Menschen, die eigene Erinnerungen an das geteilte Deutschland hat, im Gegensatz zu der steigenden Zahl der Menschen, die ein gemeinsames Deutschland kennen gelernt hat, stetig abnimmt.
 

Weiterführende Links

 

www.herbst89.de


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