Ein Stück Himalaya im Leipziger Zoo

Ein Stück Himalaya im Leipziger Zoo

Neue Gehege für Schneeleoparden, Red Pandas und ein Moschustier

28.06.2017
Autor: Anna Heinze

Ein Stück Himalaya im Leipziger Zoo
Vier Schneeleoparden wird der Leipziger Zoo demnächst beherbergen.

Der Leipziger Zoo rüstet auf. Zwischen Gondwanaland und der asiatischen Freiflugvoliere wird seit Dezember 2015 gebaut. Am 1. August 2017 eröffnet die Hochgebirgslandschaft Himalaya. Darin werden vier Schneeleoparden, zwei Red Pandas und ein Moschustier ein neues Zuhause finden.

Ein Stück Himalaya im Leipziger Zoo
Ein Teil des Red-Panda-Geheges.
 


Das Gehege ist artgerecht gestaltet. „Die Landschaft im Areal der Red Pandas wurde nach der Natur Nepals entworfen“, erklärt uns Jörg Junhold, der Direktor des Leipziger Zoos. Die vom Aussterben bedrohten Tiere sind sehr akrobatische Kletterer. Außerdem halten sie sich am liebsten in den schattigen Baumkronen auf, da sie sehr hitzeempfindlich sind. Im Gehege sollen sie von daher viele Klettermöglichkeiten haben. Auch der Baum vor der Absperrung soll für die Pandas erreichbar sein.

 

Ein Stück Himalaya im Leipziger Zoo
Das Hochgebirge der Schneeleoparden.
Die Schneeleoparden beziehen gleich zwei Areale. Jeweils zu zweit werden sie in den künstlich erschaffenen Hochgebirgen leben. „Die netzüberspannten Gehege verfügen über beheizbare Stellen, damit sich die Tiere auch bei sehr niedrigen Temperaturen draußen wohlfühlen“, so Junghold. Der Steilhang wurde künstlich erschaffen. Die Steine und das Geröll sind ebenfalls zum Teil Kunstfels. Die abtrennende Felswand wurde komplett erneuert.

 

Besucher haben aus jedem Winkel die Natur und Tiere im Blickfeld

 

Ein Stück Himalaya im Leipziger Zoo
Der Red Panda steht seit 2008 auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
Die Besucher haben nicht nur die Möglichkeit die Tiere aus einem Blickwinkel zu betrachten. An verschiedenen Punkten, zum Beispiel aus einem im Fels eingelassenen Haus, hat man die Möglichkeit, die neuen Bewohner durch Scheiben hindurch ganz nah zu betrachten. Für Zoobesucher nicht sichtbar sind die Schlaf- und Wurfboxen der Tiere, die sich hinter den Außengehegen befinden. Junghold erklärt: „Wir achten sehr darauf, dass die Besucher aus jedem Winkel die Natur und Tiere im Blickfeld haben und sich nicht gegenseitig von Glaswand zu Glaswand anschauen.“

 

Am Ende des Himalaya-Pfades wird eine Freiluftvoliere eröffnet, die mit der jetzigen verbunden werden soll. In ihr werden sechs Gänsegeier und Waldratten leben. Das Gehege mit der großen Kuppel wird allerdings erst Anfang September 2017 fertig gestellt.  

 

Das gesamte Himalaya-Areal umfasst 2,5km². Die Flächen der Gehege nehmen davon 1,5km² ein. Der Bau der Hochgebirgslandschaft kostet ca. 4,8 Millionen Euro. Davon wird ca. ein Drittel von der Stadt Leipzig übernommen. Ein weiterer kleiner Teil wird von Fördervereinen zugesteuert.

 

Die Gehege werden höchstwahrscheinlich nächste Woche bezugsbereit sein. Nach und nach werden die Tiere übergesiedelt.

   



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