
Freundlich werden wir von Kevin (Foodinspektor) und Jens (Bezirksleiter), den beiden Pommes-Pionieren der Stadt, begrüßt. Sie waren damals die ersten, die Fritten dieser Art in Leipzig angeboten haben, erzählen sie uns auf dem Weg in die Küche. Die ursprüngliche Idee stammt aus dem französischsprachigen Teil Kanadas. Dort wird es „Poutine“ genannt, besteht traditionell aus Pommes, Käse und Bratensoße und ist so etwas wie ein Nationalgericht. Die Frittz-Varianten sind allerdings ein wenig abwechslungsreicher als das kanadische Original: Etwa 20 Kreationen stehen zur Auswahl, allesamt selbst entworfen und erforscht. Neben heftig deftig finden sich so z.B. auch Süßkartoffel-, Low-Carb-, vegetarische oder süße Variationen.
Wir schlüpfen nun selbst in die Rolle des Frittenverführers und wollen die Pulled Chicken Frittz zubereiten. Die Basis dafür bilden dicke Steakhouse-Pommes mit Schale. Die sind besonders knusprig und weichen in der Soße nicht so schnell auf. Wir werfen die Kartoffelstreifen für eine Minute in die Fritteuse und lassen sie danach ein wenig abtropfen. Anschließend folgen die Toppings: gezupftes Hähnchenfleisch, drei Löffel von der pikanten Champignon-Rahmsauce, darüber rote Zwiebeln und anschließend Petersilie. Auch wenn das mit nicht mal drei Minuten super fix geht, lernen wir noch: „Fast Food bedeutet übrigens nicht in erster Linie, dass es schnell zubereitet wird, sondern dass es für den sofortigen Verzehr geeignet ist.“ Na da haben wir ja Glück – in unserem Fall ist es beides!
Simpel aber genial

Als die letzte Pommes aufgespießt ist, brauchen wir einen Moment zum Durchatmen – vielleicht hätte eine kleine Portion auch gereicht, aber wenn schon, denn schon! Nach einem Absacker-Espresso verabschieden wir uns von Kevin und Jens und unser Fazit lautet: Achtung Suchtgefahr!
Web: www.frittz.cool | Frittz an der Hainspitze: Di und Fr 10-20 Uhr; Mo, Mi, Do und Sa 11-20 Uhr