Natürliche Alternative zu Aufputschmitteln beim Lernen Leipziger Studenten entwickeln neues Denkgetränk Nijoz

Ein neues Getränk komplett aus pflanzlichen Inhaltsstoffen will den Campus der Uni Leipzig erobern. Nijoz soll eine Alternative zu den üblichen koffein- und zuckerhaltigen Aufputschgetränken wie Kaffee, Cola und Co. werden. Die Erfinder Florian (22) und Chris (22) entwickelten mit Nijoz ein „Denkgetränk“, dass einen Zustand von Gelassenheit und verbesserter Konzentration hervorrufen soll und auf unnatürliche Inhaltsstoffe verzichtet. urbanite sprach mit den beiden Wirtschaftswissenschaftlern.

Was bedeutet Nijoz und wie seid ihr auf den Namen gekommen?
Florian: Das ist einfach nur ein Kunstname. Da steckt jetzt keine wahnsinnig interessante Geschichte dahinter.
Chris: Es ging ja auch darum, einen Namen zu verwenden, den es noch nicht gibt. Man kann sich vorher nicht vorstellen, wie schwierig das ist. Die unglaublichsten Domain-Namen sind schon vergeben.

Ihr seid beide Wirtschaftswissenschaftler. Wie seid ihr darauf gekommen, ein Getränk zu entwickeln, was auf natürlichem Wege die Leistung steigern soll?
Florian: Wir sind jetzt nicht unbedingt die typischen WiWis. Ich habe mich auch schon immer mit Umweltfragen und Erneuerbare Energien beschäftigt und hatte auch schon immer ein großes Interesse an gesunder Ernährung.
Chris: Ich war auch immer ein Crack, was Sport und Ernährung angeht – der Bezug war einfach schon immer da. Irgendwann haben wir angefangen, mehr nachzuforschen.
Florian: Unser Studium hat uns letztendlich bei der Unternehmensgründung auch viel geholfen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dieses Getränk zu entwickeln?
Florian: Wir haben einfach gemerkt, dass, gerade zur Prüfungszeit, unsere Kommilitonen Aufputschgetränke wie Kaffee und Energydrinks in Massen konsumieren, um fit zu sein.
Chris: Wir haben Mate und Energydrinks natürlich auch ausprobiert. Jeder denkt, dass man dann wacher ist und besser lernen kann. Aber es ist wissenschaftlich erwiesen, dass solche Getränke einen künstlichen Stresszustand verursachen und man dann eher hippelig wird. Dabei lernt

© Geli Megyesi
man viel effektiver, wenn sich das Gehirn in einem gelassenen Zustand befindet.
Florian: Richtig auf die Idee gekommen, sind wir eher zufällig. Meine Mutter hatte mir mal Brahmi mitgebracht. Die Pflanze wird auch Gedächtnispflanze genannt. Ich habe sie dann ausprobiert und fand es wirklich cool, dass natürliche Lebensmittel helfen und man eigentlich keine Chemie braucht, um sich aufzuputschen.
Chris: Da es aber nicht unbedingt studentenfreundlich ist, sich diese Pflanze zu halten, und Brahmi pur auch nicht wirklich lecker ist, haben wir angefangen, nach einer besseren Variante zu forschen. Wir haben uns auch professionellen Rat geholt und mit Ernährungswissenschaftlern zusammengearbeitet. Und so kam heraus, dass die Pulverform alle Inhaltsstoffe schützt und am meisten Sinn macht.

Wie lange habt ihr von der Idee bis zur Ausführung daran gearbeitet?
Chris: Das hat schon alles in allem etwa 3 Jahre gedauert. Aber ehrlich gesagt, wollen wir auch nicht über Zeit und Aufwand meckern. Unsere Mission ist es, Studenten zu helfen (lacht).
Florian: Wir wollten einfach wirklich gerne ein Getränk entwickeln, das Studenten das Lernen erleichtert – und das ohne künstliche Inhaltstoffe.

Wie wird Nijoz angenommen?
Florian: Interesse ist da. Viele haben erkannt, dass reines Aufputschen nichts bringt. Doch man muss die Leute natürlich darauf aufmerksam machen. Denn wie mit allem Neuen, muss erst mal bekannt werden, dass es so was gibt. Wir haben ja keine riesigen Kampagnen oder einen Weltkonzern hinter uns.
Chris: Es ist schon nicht ganz einfach. Unser Konzept ist ja auch ganz anders als bei z.B. Energydrinks. Wir stecken lieber das Geld in die Produktion und bekommen als Ergebnis ein Produkt aus hochwertigen Inhaltsstoffen. Die Leute, die das Getränk und die Idee dahinter gut finden, erzählen es weiter. Facebook und Freunde helfen uns, dass das Ganze publik wird.

Wie mischt man Nijoz denn am besten?
Chris: Wenn man ein komplett reines und sauberes Getränk haben will, mischt man das Pulver einfach mit Wasser. Wer es ein wenig süßer mag, kann es auch mit Saft mischen oder es einfach in den Gefrierschrank stellen, und schon hat man es als Eis. Man kann ruhig etwas kreativ dabei werden.

Was ist, wenn man Nijoz mit den üblichen Aufputschgetränken wie Kaffee, Cola oder Energydrinks mixt?
Florian: Dann verfehlt es komplett unseren Grundgedanken, ein natürliches leistungssteigerndes Getränk ohne künstliche und chemische Zusätze zu sich zu nehmen (lacht).

Könnt ihr davon leben?
Florian: (lacht) Nein, noch nicht, darum geht’s uns auch nicht. Aber uns geht’s gut.
Chris: Wenn es uns finanziert, dass wir durch Deutschland reisen können, um es an anderen Unis vorzustellen, und wir uns mit interessierten Menschen austauschen können, sind wir schon zufrieden.

Mehr Infos über Nijoz findet ihr hier.
Nijoz findet ihr in der Mensa und hier könnt ihr das Denkgetränk online bestellen.

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