Wenn aus Geheimnissen Burger werden ... In den Kochtopf geschaut: Elsterartig Leipzig

 

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Geheimnisvoll hat sich die Elster vor ein paar Wochen in Leipzig niedergelassen. Mittlerweile könnte man sogar sagen, das Elsterartig wird zur festen Instanz der Innenstadt und bietet neben der im Umkreis befindlichen steril-kühlen Ketten-Cuisine ein Rundum-Wohlfühl-Paket für Nachtschwärmer, Verweiler, Hungrige und Durstige. Neben einer Mischung aus frisch-freakigem Flair und Wohnzimmer-Industrie-Chic, gibt’s vor allem eines: Burger! 

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Nächster Absatz – gute Nachricht: Fortan müsst ihr nämlich des Nachts nicht mehr zur „Burger“-vertreibenden amerikanischen Botschaft innenstädtischer “Mc“s oder “BK“s, denn das Elsterartig hat freitags und samstags die Küche bis 6 Uhr morgens geöffnet. Nun gibt’s im Zentrum endlich ordentlich Beef – eben auch im Latenight-Fall! 

20 verschiedene Burger!

© Carolin Schreier
Die zweistöckige Elster bietet gleich zwei verschiedene Karten: Oben, im Barbereich, gibt es die Burger samt Service, Coleslaw und Pommes für ca. 10€ – unten könnt ihr euch die Burger am Stehtisch oder to-go bestellen und zahlt (ohne Beilage) ca. 5€. Die Wahl habt ihr zwischen drei verschiedenen Brötchen, 13 Fleisch-Burgern, vier vegetarischen und sogar drei veganen Burgern: Vom Big Elster Burger über den Big Walnut Burger bis hin zum Big Kidney Bohnen Burger – Bulette für jeden Gusto sozusagen! Wir haben uns mit den Jungs aus der Küche mal an den Hausburger (Big Elster Burger) gewagt!

Zwischen Lampenschirmen, Puppenarmen und Mini-Kicker

Bevor uns das Küchen-Dress gereicht wurde, konnten wir jedoch nochmal einen kleinen Streifzug durchs Elsternest erledigen: Hier hängen mehrere Lampenschirme in festivalartiger Stimmung von der Decke, dort versteckt sich hinter einem barockem Bilderrahmen eine Elster, hier hängt der Arm einer Schaufensterpuppe in den Raum ragend, dort platziert sich ein Mini-Kicker, hier wird über eine Vinyl-Installation Licht verstrahlt und und und. Die Elster birgt neben Burgern eben ganz viele Geheimnisse und liebevollen Schnickschnack – und auch eine ergänzende Speisekarte mit Verrücktheiten wie Kumato-Tomaten-Salat (schwarze Tomaten) und gebackenes Schweinsohr (nicht vom Bäcker).

Beef, Biss und Bacon

Aber wieder nach unten. Mittlerweile im Küchenkittel. Beef ab auf die Grillplatte (reines Rindfleisch) und ordentlich bräunen lassen. Nach ca. vier Minuten wird der Bacon daneben gelegt und ebenfalls liebevoll mit einem krossen Teint versehen. Dann kommen beide Fleisch-Brüder auf das knusprige Brötchen, paaren sich mit Hausrelish, Salat, Mayo, BBQ-Sauce und gebratenen Zwiebeln. Doch wird man vom Braten bekanntlich noch nicht satt – also reingebissen! Ästhetische Esskultur sieht zwar anders aus, hängen uns Zwiebel und Co. noch aus dem Mund, doch sei gesagt: Geschmeckt hat es! Satt wurden wir bei weitem und so ein bisschen sehr sind wir vom Elster-Ambiente auch begeistert!